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15 tote Migranten vor Chios – Küstenwache kollidiert mit Migrantenboot
Bei einer Kollision zwischen der griechischen Küstenwache und einem Boot mit Migranten vor der Insel Chios sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bislang wurden nach Angaben des stellvertretenden Regionalgouverneurs Pantelis Vroulis 15 Leichen geborgen. Alle Opfer sind Migrantinnen und Migranten, sagte er im griechischen Fernsehen. Wie der griechische Rundfunk ERTNews berichtete, sind 25 Verletzte in das Krankenhaus der Insel gebracht worden. Unter den Verletzten seien elf Kinder und zwei Beamte der Küstenwache, hiess es.
Kollision und Sturz ins Meer
Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich Dutzende Migranten an Bord eines Bootes, das aus der Türkei kommend in Richtung der Küste von Chios unterwegs war. Ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache soll demnach das Boot entdeckt haben; es soll die Aufforderung ergangen sein, den Kurs zu ändern. In der Folge kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Kollision zwischen den beiden Booten, wobei mehrere Menschen ins Meer stürzten, wie der Athener Nachrichtensender Skai berichtete. Eine offizielle Mitteilung dazu gab es jedoch zunächst nicht.
Alarm im Hafen von Chios
Verletzte werden fortlaufend in den Hafen von Chios gebracht und von Rettungskräften in das örtliche Krankenhaus transportiert. Die Küstenwache hat gemeinsam mit der griechischen Luftwaffe eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Dabei kommt auch ein Hubschrauber mit Wärmebildtechnik zum Einsatz, da von Vermissten ausgegangen wird, berichteten übereinstimmend griechische Medien.
Schleuserbanden am Werk
Schleuser bringen immer wieder Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp eintausend Migranten aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.
















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