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Abklärungen zu instabilem Fels nach Erdbeben in Walenstadt
Nach dem Erdbeben bei Walenstadt laufen geologische Abklärungen zu einem möglicherweise instabilen Fels in Flums-Hochwiese. Dies sagte ein Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen am Sonntagmorgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die Polizei verfüge zum jetzigen Zeitpunkt über keine weiteren Kenntnisse darüber. Der kantonale Führungsstab kümmere sich darum. Abgesehen von diesem Vorfall seien bei der Polizei keine Meldungen aus der Bevölkerung über allfällige Schäden eingegangen, sagte der Mediensprecher weiter.
Der Schweizerische Erdbebendienst registrierte in der Nacht auf Sonntag rund sechs Kilometer östlich von Walenstadt ein Erdbeben von 3,8 auf der Richterskala (siehe auch hier). Das Beben dürfte in der ganzen Schweiz spürbar gewesen sein.
Das Erdbeben habe sich um 04.24 Uhr ereignet, teilte der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich (SED) mit. Grundsätzlich seien kleinere Schäden bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums vereinzelt möglich. Innerhalb von rund einer Stunde nach dem Beben gingen beim SED bereits 423 Verspürtmeldungen ein.
Bis kurz vor Mittag stieg diese Zahl auf über 830. Auch im fast 40 Kilometer vom Epizentrum entfernten St. Gallen meldeten mehrere Personen, das Beben gespürt zu haben. Die grösste Anzahl der Meldung stammte aus Buchs mit über 100.
Nach Angaben des SED ist zu erwarten, dass in den nächsten Tagen oder Wochen Nachbeben auftreten werden, die möglicherweise ebenfalls spürbar sind.
Der SED registriert in der Schweiz und im nahen benachbarten Ausland durchschnittlich drei bis vier Erdbeben pro Tag beziehungsweise 1000 bis 1500 Beben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Erdstösse mit Magnituden ab etwa 2,5.


















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