Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
"Am Ende existiert Perfektion nicht"
Mit dem 4:2-Sieg gegen Finnland besteht die Schweiz auch den grössten Härtetest der Vorrunde. Die Stimmen zum Spiel.
Attilio Biasca war mit dem 1:0 nach 40 Sekunden erstmals bei seiner WM-Premiere erfolgreich. "Ich wusste, wenn ich so weitermache, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er reingeht", äusserte sich der Stürmer von Schweizer Meister Fribourg-Gottéron nach der Partie selbstbewusst. "Es war eine super Vorarbeit von meinen Mitspielern, ich musste einfach nur noch den Stock hinhalten." Erhält der Puck einen Ehrenplatz? "Ich tue ihn ins Necessaire und nehme ihn überall mit", sagte er lachend.
Zu Beginn des Turniers noch 13. Stürmer, spielt Biasca nun in der ersten Linie an der Seite der NHL-Stars Nico Hischier und Timo Meier. "Ich kann so viel von ihnen lernen, sie helfen mir extrem. Auch neben dem Eis verstehen wir uns mega gut", erzählte der 23-Jährige, nach Nicolas Baechler der zweitjüngste im Schweizer Team.
Zur Partie sagte Biasca: "Dass sie zurückkommen (2:2 nach 0:2), konnte erwartet werden, sie sind eine sehr starke Mannschaft. Aber es war eine sehr gute Reaktion, wie wir ins dritte Drittel gegangen sind. Wir blieben ruhig und machten unser Spiel."
Cheftrainer Jan Cadieux freute sich darüber, dass "wir bereit für eine solche Partie waren. Im zweiten Drittel haben wir uns während zehn Minuten ein bisschen verloren. Aber im Allgemeinen war es ein sehr gutes Spiel von uns. Es macht Freude, die Mannschaft so spielen zu sehen." Freude bereitete ihm auch, wie sie von den Zuschauern in den schwierigen Momenten unterstützt wurden. "Wir haben darüber gesprochen, dass wir auch schwierige Shifts akzeptieren müssen."
Auf die Frage, ob die sieben Siege in sieben Partien eine perfekte Vorrunde bedeuten oder ob das zu hoch gegriffen ist, antwortet Cadieux: "Am Ende existiert Perfektion nicht, aber vielleicht ist es perfekt für euch. Wir wollten Spiel für Spiel wachsen und das haben wir gemacht. Uns gelang ein guter Schritt nach vorne. Diese Einstellung wollen wir auch für die Zukunft beibehalten."

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar