Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Angelica Moser verteidigt den Europameister-Titel erfolgreich
Angelica Moser gewinnt an der EM in Birmingham die Goldmedaille. Als erfolgreiche Titelverteidigerin überquert sie die Höhe von 4,80 m.
Die Zürcherin bescherte Swiss Athletics bereits die dritte Medaille an den Titelkämpfen in England. Und für die Athletin ist es bereits die sechste Medaille an Titelkämpfen bei der Elite - die Indoor-Wettkämpfe mit eingerechnet.
Die Schweizerin hat sich in den vergangenen Jahren als absolute Bank an internationalen Grossanlässen etabliert. Egal wie gross der Druck ist, wie stark die Konkurrenz im Stadion auch sein mag oder es am Körper zwickt: Wenn es zählt, ruft die Schweizerin ihre Höchstleistung ab. Diese Konstanz macht die 28-Jährige zu einer der verlässlichsten Stützen im gesamten Schweizer Leichtathletik-Team.
Als Gejagte und Titelverteidigerin nahm die Zürcherin jede Höhe bis 4,80 m im ersten Versuch. Damit setzte sie die Finnin Wilma Heltelä, die unter dem Mädchenname Murto in München 2022 Europameisterin geworden war, unter Druck. Die Frau aus dem Norden musste nach einem Fehlversuch auf 4,85 m ausweichen. Gleiches galt für die Französin Marie-Julie Bonnin, die Dritte wurde.
Der Schweizer Rekord von Angelica Moser liegt bei 4,88 m aus dem Jahr 2024. Diese Höhe hat sie erneut im Köcher, wie ihre Versuche über 4,85 m zeigten.
Der Wettkampf hatte mit Verspätung begonnen. Wegen eines Verkehrsunfalls waren nicht alle Finalistinnen rechtzeitig im Stadion eingetroffen.
Platz 4 nach schwachem Start
Fabienne Hoenke lief über 200 m in den starken 4. Rang in 22,55 Sekunden. Die 22-Jährige verpasste das Podest um 26 Hundertstel. Nach einem schwachen Start war die Schweizerin aber nie in Medaillennähe. Der Sieg ging an Amy Hunt in 22,19 Sekunden. Die Britin hatte bereits über 100 m gewonnen.
Mit Fabienne Hoenke reift in der Schweizer Leichtathletik eine neue Generation im Sprint heran. Die 22-jährige Athletin stammt aus dem Fricktal. Schon in ihren Nachwuchsjahren sammelte sie über ein Dutzend Medaillen an Schweizer Meisterschaften, stellte Schweizer Allzeit-Bestleistungen auf und krönte ihr bisheriges Palmarès im Jahr 2023 mit dem Gewinn der Silbermedaille mit der 4x100-m-Staffel an der U23-Europameisterschaft in Espoo.
Dass sie auch auf den Einzelstrecken aus dem Schatten grosser Vorbilder treten kann, bewies sie spätestens im Mai 2026, als sie in Zofingen den Schweizer U23-Rekord über 200 m von keiner Geringeren als Mujinga Kambundji brach. Im Birmingham senkte sie diesen Wert auf 22,46 Sekunden.

















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