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Antonelli auch in Monaco nicht zu stoppen
Kimi Antonelli reitet in der Formel 1 weiter auf einer Erfolgswelle. Der jüngste WM-Leader aller Zeiten gewinnt im Mercedes vor Lewis Hamilton im Ferrari auch den Grand Prix von Monaco.
Damit löste Antonelli Lewis Hamilton als jüngsten Grand-Prix-Sieger in Monte Carlo ab. Der Rekordweltmeister war bei seinem ersten von drei Triumphen 2008 23 Jahre, 4 Monate und 18 Tage alt, während Antonelli erst am 25. August 20 Jahre alt wird.
Als zuletzt mit Jarno Trulli vor 22 Jahren ein Italiener auf dem engen Stadtkurs im Fürstentum gewonnen hatte, war Antonelli noch nicht geboren. Nun ist er nach Riccardo Patrese (1982) und Trulli der dritte Italiener, dem dieser Erfolg in Monaco gelingt.
Russell erneut mit Nuller
"Es war ein unglaubliches Wochenende", schwärmte Antonelli, der mit seinem fünften Sieg im sechsten Saisonrennen seine Führung in der WM-Wertung weiter ausbaute. Dennoch betonte der Teenager: "Es ist noch eine lange Saison, da ist noch nichts vorbei."
Weil sein Teamkollege George Russell nach seinem Ausfall in Kanada erneut patzte und nach einer späten Durchfahrtsstrafe als 13. zum zweiten Mal in Folge die Punkteränge verpasste, ist Hamilton nun Antonellis erster Verfolger. Allerdings beträgt der Rückstand des 41-jährigen Engländers bereits 66 Punkte. Mit seinem achten Podestplatz in Monaco zog Hamilton zudem mit Rekordhalter Ayrton Senna gleich.
Antonelli klarer Sieger im Generationen-Duell
Noch vor dem Start ins Wochenende hatte die Konkurrenz Ferrari die Favoritenrolle zugeschoben. Für den Charakter der Strecke durch die Häuserschluchten, auf der das Überholen praktisch unmöglich ist, schienen die Autos der Scuderia besonders geeignet. Doch Antonelli präsentierte sich erneut in bestechender Form und hielt dem enormen Druck stand.
Am Start blieb der Teenager aus Bologna ganz cool; nichts war mehr zu sehen von den Schwächen des Saisonbeginns. Zwischenzeitlich führte er das Rennen mit über 30 Sekunden Vorsprung an.
So souverän der von der Pole-Position realisierte Start-Ziel-Sieg war, so sehr musste sich der Italiener an diesem Sonntagnachmittag jedoch gedulden. Doch auch ein fast 40-minütiger Unterbruch, verursacht durch Schäden an einer neu asphaltierten Stelle, brachte den momentanen Überflieger nicht aus dem Konzept.
Beim Neustart gelang es Antonelli wiederum, den hinter ihm losgefahrenen Hamilton vom Leib zu halten. Der Rekordweltmeister wurde für den 21 Jahre jüngeren WM-Leader auch auf den verbleibenden acht Runden nicht mehr zur Gefahr.
Start-Drama um Verstappen
Derweil erlebte Max Verstappen nur 500 Meter von seiner Wohnung entfernt ein Debakel. Für den vierfachen Weltmeister platzte der Traum vom ersten Saisonsieg schon nach wenigen Sekunden. Der Niederländer, der von Startplatz 2 ins Rennen gegangen war, blieb beim Start aufgrund eines technischen Problems an seinem Red Bull stehen und verlor damit sofort jede Chance auf den Sieg. Auf Anweisung seines Teams parkierte er sein Auto nach einer langsamen Runde in der Box und gab das Rennen auf.
Verstappen, der 2021 und 2023 in Monaco triumphiert hatte, war nicht der einzige prominente Ausfall. Auch die Sieger der letzten beiden Jahre erwischte es. Lokalmatador Charles Leclerc krachte nach dem Ende einer Safety-Car-Phase, die durch einen Unfall von Lance Stroll im Aston Martin ausgelöst worden war, in die Streckenbegrenzung und verspielte damit einen sicher geglaubten Podestplatz. Der Ferrari-Fahrer beklagte sich über Probleme mit den Bremsen.
Vorjahressieger Lando Norris musste seinen McLaren nach 45 von 78 Runden auf Rang 7 liegend in der Boxengasse abstellen. Für den Weltmeister war es bereits der dritte Ausfall in diesem Jahr und der zweite in Folge.
Audi erneut ohne WM-Punkte
Das Team Audi muss sich nach dem 9. Rang von Gabriel Bortoleto beim Saisonauftakt in Australien weiter auf das zweite zählbare Ergebnis dieser Saison gedulden. Der Brasilianer verpasste als Elfter die angestrebten Top Ten ebenso wie Nico Hülkenberg. Der Deutsche kam in seiner Wahlheimat zwar als Neunter ins Ziel, fiel aufgrund einer 10-Sekunden-Strafe jedoch noch auf Platz 13 zurück.


















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