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Keystone-SDA | Dienstag, 13. Oktober 2026

Anwalt im Iran inhaftiert im Zusammenhang mit Hinrichtung

Im Iran ist ein Anwalt im Zusammenhang mit einer Hinrichtung inhaftiert worden. Der Rechtsanwalt Amirsalar Dawudi habe auf Instagram Falschaussagen verbreitet, zitierte die Nachrichtenagentur Misan die iranische Justiz in der Provinz Isfahan. Konkret wurde dem Rechtsverteidiger vorgeworfen, über die Eheschliessung eines jungen Paars berichtet zu haben.

Der Iran hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar inzwischen mehr als 30 Männer hingerichtet. Die beiden jüngsten Hinrichtungen erfolgten am Montagmorgen und sorgten für grosse Empörung im Netz. Besonders bewegte das Schicksal eines der beiden Männer, Aliresa Sepahi. Er soll seine ebenfalls inhaftierte Freundin nur einen Tag vor seiner Hinrichtung im Gefängnis geheiratet haben. Die Justiz dementierte die Eheschliessung.

Der Anwalt Dawudi wurde einem Bericht der Justiznachrichtenagentur Misan zufolge im Zentralgefängnis der Kulturmetropole Isfahan inhaftiert, weil er eine Kaution nicht hinterlegen konnte. Ihm werden mehrere Vergehen vorgeworfen, die schwere Strafen nach sich ziehen könnten. Die Justiz vermutet, dass er eine Sprachnachricht an einen Exilsender weitergeleitet hat. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht ihm eine Anklage wegen Zusammenarbeit mit dem Feind.

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