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Russland liefert EU seit 2022 Öl und Gas für 321 Milliarden Dollar
Russland hat nach eigenen Angaben seit 2022 trotz der westlichen Sanktionen Öl und Gas im Wert von mehr als 320 Milliarden US-Dollar an europäische Länder verkauft. Allein 2026 beliefen sich die Lieferungen in den ersten neun Monaten auf gut 21 Milliarden Dollar.
Seit 2022 habe Russland Energierohstoffe im Wert von insgesamt 320,7 Milliarden Dollar an die EU geliefert, sagte der für Energie zuständige russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak am Montagabend im russischen Fernsehen. Von Januar bis September 2026 hätten die europäischen Länder russische Energieträger für 21,3 Milliarden Dollar gekauft.
Trotz der Sanktionen beliefere Russland weiterhin jene Bereiche, für die Ausnahmen gelten, erklärte Nowak.
Die EU hat seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zahlreiche Sanktionen verhängt. Dennoch beziehen mehrere Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, weiterhin russisches Flüssigerdgas (LNG). Die Slowakei und Ungarn dürfen zudem aufgrund von Ausnahmeregelungen weiterhin russisches Pipelineöl importieren.
Nicht berücksichtigt sind in den Zahlen russische Energieträger, die über Drittstaaten wie Indien und die Türkei nach Europa gelangen. Diese Länder haben ebenso wie China ihre Käufe von russischem Rohöl seit 2022 massiv ausgeweitet.
Kritik an europäischen Energieimporten
Die schwedische Aussenministerin Maria Malmer Stenergard kritisierte am Montag bei einem Treffen mit ihren EU-Amtskollegen in Luxemburg, dass die EU-Staaten mehr Geld für russische Produkte ausgegeben hätten, als sie der Ukraine an Hilfen bereitgestellt hätten. Sie sprach sich dafür aus, eingefrorene russische Vermögenswerte zur Unterstützung der Ukraine zu verwenden. Damit liesse sich die seit 2022 geleistete Hilfe nahezu verdoppeln.
Auch aus den USA kam Kritik. Präsident Donald Trump warf der EU vor, Russland 250 Milliarden Dollar für Energie bezahlt zu haben. Zugleich verteidigte er eine am Freitag angekündigte Vereinbarung über russische Diesellieferungen auf den Weltmarkt. Diese soll den weltweit gestiegenen Treibstoffpreisen entgegenwirken.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte den Europäern am Sonntag "Heuchelei" vorgeworfen. Sie würden weiterhin den russischen Präsidenten Wladimir Putin finanzieren, während sie den USA eine Entlastung bei den Dieselpreisen verwehren wollten.
Auch der russische Wirtschaftsberater Kirill Dmitrijew sprach von einer "unglaublichen Heuchelei" der EU-Bürokraten.
Nowak erklärte mit Blick auf die Dieselvereinbarung, Russland könne seine Lieferungen auf den Weltmarkt wieder auf monatlich 3 bis 3,5 Millionen Tonnen steigern. Dies entspreche dem Niveau vor der Krise.

















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