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Aufsicht nimmt Eigentümer von Tessiner Goldverarbeiter ins Visier
Die indische Börsenaufsicht wirft dem Valcambi-Eigentümer Rajesh Exports massive Unregelmässigkeiten in der Rechnungslegung vor. Der Goldkonzern soll seine Umsätze über Jahre hinweg um rund 159 Milliarden Dollar überhöht ausgewiesen haben.
Die indische Börsenaufsicht wirft dem Eigentümer der Tessiner Goldraffinerie Valcambi massive Unregelmässigkeiten in der Rechnungslegung vor. Der Goldkonzern Rajesh Exports habe über mehrere Jahre hinweg seine Konzernumsätze umgerechnet um rund 159 Milliarden US-Dollar überhöht dargestellt, teilte die Behörde in einer vorläufigen Verfügung mit.
Nach Ansicht der Aufsicht vermittelte das Unternehmen damit ein "aufgeblähtes und irreführendes Bild" seiner Grösse und finanziellen Verfassung, wie es in den am Mittwoch publizierten Unterlagen heisst. Firmenchef und Mehrheitsaktionär Rajesh Mehta wurde bis auf Weiteres vom Handel mit Aktien des Unternehmens ausgeschlossen. Von ihm lag keine Stellungnahme vor.
Die Vorwürfe belasteten die Aktie schwer. Das Papier von Rajesh Exports verlor am Donnerstag rund 5 Prozent und erreichte damit die für den Handel an der indischen Börse geltende tägliche Verlustgrenze. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 40 Prozent an Wert eingebüsst. Das Unternehmen ist an der Börse gut 300 Millionen Dollar wert.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Schweizer Raffinerie Valcambi, die Rajesh Exports 2015 für 400 Millionen Dollar übernommen hatte. Laut der Aufsicht stammt der überwiegende Teil der ausgewiesenen Konzernumsätze aus ausländischen Tochtergesellschaften, insbesondere aus dem Valcambi-Geschäft. Die Behörde kritisiert, dass wichtige Finanzinformationen der Schweizer Tochter und weiterer Konzerngesellschaften nicht offengelegt worden seien.
Die Börsenaufsicht stützt sich dabei unter anderem auf die geprüften Einzelabschlüsse von Valcambi. Diese würden deutlich niedrigere Umsätze ausweisen als jene, die auf Ebene des Gesamtkonzerns verbucht wurden, hiess es. Die Aufsicht sieht darin einen Hinweis darauf, dass die operative Grösse des Konzerns über Jahre hinweg überschätzt dargestellt worden sein könnte.
Die Untersuchung war 2024 nach einer Beschwerde eines Aktionärs eingeleitet worden. Die Vorwürfe richten sich gegen Rajesh Exports und dessen Management. Gegen Valcambi selbst erhebt die indische Aufsicht in der Verfügung keine Vorwürfe.

















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