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Belgien gegen den spanischen Riegel und Yamal
Im zweiten Viertelfinal duellieren sich an der WM am Freitagabend Spanien und Belgien. Der defensiv bislang unüberwindbare Europameister Spanien ist klar favorisiert, doch Belgien glaubt sich.
Wenig spricht vor dem Duell am Freitag (21.00 Uhr Schweizer Zeit) im kalifornischen Inglewood für die in die Jahre gekommenen Belgier um Goalie Thibaut Courtois, den zuletzt nicht eingesetzten Regisseur Kevin De Bruyne und den zum Edeljoker umgewandelten Vollstrecker Romelu Lukaku. Einerseits, weil Belgien bis zum 4:1-Sieg gegen die USA im Achtelfinal nicht überzeugte, andererseits wegen dem starken Gegner.
Belgien startete mit mageren Unentschieden gegen Ägypten (1:1) und den Iran (0:0) ins Turnier. Im Sechzehntelfinal drohte gegen Senegal nach einem 0:2-Rückstand das Aus, ehe Lukaku und Captain Yuri Tielemans das Team mit späten Toren in die Verlängerung retteten und Tielemans kurz vor dem Penaltyschiessen zum Sieg traf.
Spaniens Serie
Spanien ist seit 35 Pflichtspielen ungeschlagen und als einzige Mannschaft im laufenden Turnier noch ohne Gegentor. Seit 609 Minuten, so lange wie noch kein anderer Goalie, ist Unai Simon an Weltmeisterschaften ohne Gegentor. Doch die eigentliche Gefahr geht von der Offensive um Lamine Yamal aus, die allerdings - ähnlich wie Spanien auf dem Weg zum WM-Titel 2010 (6 erzielte Tore bis in den Viertelfinal) - in fünf Spielen erst neun Tore erzielte. Spielerisch sind die Spanier Belgien weit überlegen.
Unterdessen schöpft Belgiens Nationalelf für das Spiel gegen die hoch favorisierten Iberer Selbstvertrauen aus der Vergangenheit. Courtois erinnerte an den unerwarteten Sieg vor acht Jahren gegen Brasilien, als ein 2:1 im WM-Viertelfinal den ersten Halbfinal-Einzug seit 32 Jahren ermöglichte. "Die waren favorisiert, und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität", sagte der Keeper von Real Madrid über Parallelen zum nächsten Spiel. "Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein grossartiges Team, und wir kämpfen."
Courtois erinnerte an das knappe Weiterkommen gegen Senegal im Sechzehntelfinal in der Vorwoche, als Belgien ein 0:2 noch drehte. "Das hat unsere Fähigkeiten gezeigt, bis zum Ende an uns zu glauben. Das ist eine Stärke an einer Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, Spiele zu gewinnen. Es ist schön, wenn man auch gut spielt, aber das Wichtigste ist zu gewinnen, und das haben wir getan", sagte er. Das 4:1 im aufgeheizten Achtelfinal gegen die USA war dann eine bravourös bestandene Reifeprüfung.
Belgiens Beschwerde
Beeinträchtigt wurde Belgiens Vorbereitung auf den Viertelfinal, zumindest vorübergehend, durch infrastrukturelle Probleme. Nach der Kontroverse um die aufgehobene Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun reichten die Belgier erneut Beschwerde ein. Das ihnen zunächst für die Vorbereitung auf den Viertelfinal gegen Spanien zugewiesene Trainingsquartier entspreche "nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards", liess der Nationalverband RBFA wissen.
Der Weltverband FIFA erlaubte den Belgiern daraufhin, statt wie zunächst geplant auf dem Gelände der Loyola-Marymount-Universität (LMU) beim MLS-Klub Los Angeles Galaxy zu trainieren.

















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