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Bell erzielt Rekordergebnis im ersten Halbjahr
Die Bell Food Group hat im ersten Halbjahr 2026 trotz eines nur moderaten Umsatzwachstums deutlich mehr verdient.
Der Fleischverarbeiter und Convenience-Spezialist erzielte nach eigenen Angaben das beste Halbjahresergebnis seiner Geschichte. Für das Gesamtjahr zeigt sich die Coop-Tochter zuversichtlich.
Der Nettoerlös stieg um 0,4 Prozent auf 2,41 Milliarden Franken, wie Bell am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte resultierte ein organisches Wachstum von 1,9 Prozent. Die ausgewiesene Absatzmenge sank wegen des Verkaufs der osteuropäischen Eisberg-Gesellschaften um 3,1 Prozent. Organisch blieb es mit einem Minus von 0,1 Prozent praktisch stabil.
Deutlich stärker entwickelte sich die Profitabilität. Der operative Gewinn auf Stufe EBIT legte um 15,4 Prozent auf 76,4 Millionen zu. Unter dem Strich verdiente Bell mit 55,4 Millionen Franken 21,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit übertraf Bell die Erwartungen der Analysten.
Breite Ergebnisverbesserung
Zum Ergebnisanstieg trugen laut Bell Fortschritte in allen Geschäftsbereichen und eine höhere Bruttogewinnmarge bei. Bell Schweiz konnte Belastungen aus dem Schweinefleisch-Beschaffungsmarkt durch andere Aktivitäten kompensieren. Besonders stark entwickelte sich das Geflügelgeschäft Hubers/Sütag, dessen Umsatz organisch um 8,3 Prozent wuchs. Der Convenience-Spezialist Hilcona legte dank des Detailhandels um 4,1 Prozent zu.
Bell International profitierte auch von der Übernahme des deutschen Rohschinkenbetriebs Hermann Wein. Bei der Salatfirma Eisberg zeigten die Konzentration auf den DACH-Raum und Verbesserungsmassnahmen in Österreich Wirkung. Der Suppen- und Saucenproduzent Hügli befindet sich dagegen weiter in einer Neupositionierung und verbuchte organisch einen Umsatzrückgang von 6,2 Prozent.
Auch beim Geldzufluss machte Bell Fortschritte: Der freie Cashflow verbesserte sich auf 40,5 Millionen Franken nach einem Minus von 24,2 Millionen im Vorjahr. Die Nettofinanzverschuldung sank auf 873 Millionen per Mitte Jahr.
Zuversicht für Gesamtjahr
Für das Gesmatjahr 2026 erwartet Bell einen EBIT von 180 bis 195 Millionen Franken. Zudem dürften die Investitionen mit rund 300 Millionen Franken tiefer ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Das Volumen könne vollständig aus dem eigenen Cashflow finanziert werden, heisst es. Für das zweite Halbjahr erwartet das Management, dass sich die operativen Fortschritte in einer soliden Geschäftsentwicklung fortsetzen.
Die Bell Food Group gehört mehrheitlich zum Detailhandelskonzern Coop und beschäftigt rund 13'000 Mitarbeitende. Sie produzieren neben Fleisch und Charcuterie auch Geflügel, Seafood, Fertiggerichte und vegetarische Produkte.

















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