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Wirtschaft
Keystone-SDA | Dienstag, 11. August 2026

Schuhfirma On wächst weiter rasant - Ausblick trotzdem vorsichtiger

Der Laufschuhhersteller On hat im zweiten Quartal 2026 erneut Rekordwerte beim Umsatz erzielt und die Profitabilität weiter gesteigert. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden allerdings leicht gesenkt.

Der Umsatz kletterte um 13,5 Prozent auf 850 Millionen Franken, wie das in New York kotierte Zürcher Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg gar satte 21,6 Prozent. Wachstumstreiber war vor allem das Direktkundengeschäft, das bereinigt um 26 Prozent zulegte und mit einem Anteil von 46 Prozent am Gesamtumsatz einen neuen Höchststand erreichte.

Bei den einzelnen Produktkategorien legten die kleinen Segmente Bekleidung (+48%) und Accessoires (+88%) klar stärker zu als das Kerngeschäft mit Schuhen (+11%). Mit einem Umsatzanteil von 92 Prozent bleibt dieses jedoch klar das wichtigste Standbein des Unternehmens.

Im grössten Markt Amerika stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 452 Millionen Franken. In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nahmen die Erlöse um 15 Prozent auf 228 Millionen Franken zu. Am dynamischsten entwickelte sich erneut Asien-Pazifik, wo die Verkäufe um 43 Prozent auf 171 Millionen Franken hochschnellten.

Höhere Profitabilität

Der bereinigte EBITDA stieg um 24 Prozent auf 168 Millionen Franken, die Marge auf 19,8 von 18,2 Prozent. Laut On ist dies vor allem auf den höheren Anteil des margenstärkeren Direktkundengeschäfts, Effizienzsteigerungen sowie auf den Verzicht von grossen Rabattaktionen zurückzuführen.

Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 105,0 Millionen Franken nach einem Verlust von 40,9 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Diesen hatte das Management damals primär auf die Abschwächung des US-Dollars gegenüber dem Franken zurückgeführt. Diese habe zu negativen Bewertungseffekten auf in Dollar gehaltene Vermögenswerte geführt, was sich dieses Quartal nicht wiederholt habe.

Umsatzprognose gesenkt

Trotz der starken Entwicklung rudert das Unternehmen, an dem auch Roger Federer beteiligt ist, bei der Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 leicht zurück. Neu wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen 20%-Bereich erwartet (zuvor mindestens 23%). In Franken soll dies zu einem Nettoumsatz zwischen 3,47 und 3,56 Milliarden führen.

Die bereinigte EBITDA-Marge wird weiterhin zwischen 19,5 und 20 Prozent erwartet. Angehoben wurde jedoch die Prognose zur Bruttogewinnmarge. Diese soll bei mindestens 65 Prozent liegen (zuvor 64,5 Prozent). Nicht eingerechnet in diese Prognosen seien etwaige Vorteile aus erwarteten Zollrückerstattungen in den Vereinigten Staaten in der zweiten Jahreshälfte.

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