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Keystone-SDA | Sonntag, 08. Februar 2026

Bielerin Léa Doffey scheitert im Finale der "Star Academy"

Die Bielerin Léa Doffey hat das Finale der "Star Academy" nicht gewonnen. Die kurz nach Mitternacht verkündete Niederlage in der französischen Castingshow des Senders TF1 wurde von den mehr als 500 in Biel versammelten Fans mit bleiernem Schweigen aufgenommen.

Die 22-jährige Schweizer Kandidatin unterlag der 18-jährigen Französin Ambre, die 59 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Bis zuletzt hatten die Fans, die sich im für diesen Anlass zur "Fan-Zone" umfunktionierten Kongresshaus in Biel versammelt hatten, an einen Sieg ihres Idols geglaubt.

Das Publikum, das Léa Doffey während mehr als vier Stunden angefeuert hatte, verliess das Foyer des Kongresshauses rasch; die Enttäuschung war spürbar. Den ganzen Abend über hatte es seine Unterstützung für die Bielerin mit Transparenten mit Aufschriften wie "100% Fan von Léa" oder "Léa unsere Schweizerin" bekundet und ihren Namen skandiert.

"Ich möchte Léa zu ihrer grossartigen Leistung gratulieren, sie war einfach unglaublich und hat uns nie enttäuscht", sagte Léa Doffeys Tante Xandra Gonçalves zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Früher war sie unsere Léa, jetzt gehört sie allen", fügte sie sichtlich bewegt hinzu.

Die Moderation des Abends in Biel übernahm der französische Sender TF1, was den Fans von Léa Doffey ermöglichte, zu Schlüsselmomenten der Sendung auf dem Bildschirm zu erscheinen. Kameraleute und ein Animateur sorgten dafür, dass Léa die Unterstützung des Publikums bis nach Paris spürte. Jedes Mal, wenn die Schweizer Kandidatin auf der Grossleinwand erschien, rief das Publikum ihren Vornamen.

Grosser Zuspruch für Léa Doffey

Léa Doffey, die in der deutschsprachigen Gemeinde Bellmund BE am Südufer des Bielersees aufgewachsen ist, gab ihren Beruf als medizinische Praxisassistentin auf, um sich der Musik zu widmen. Ihre Familie hat portugiesische Wurzeln, die ihre Beziehung zum Gesang bereits in der Kindheit prägten.

Seit Beginn ihres TV-Abenteuers im Oktober im Schloss von Dammarie-les-Lys bei Paris hat die Persönlichkeit der Schweizer Kandidatin eine grosse Begeisterung ausgelöst - nicht nur in der Region Biel, sondern im gesamten französischsprachigen Raum.

Die Mobilisierung für die Bielerin erfolgte auf ungewöhnliche Weise. Da eine Abstimmung per SMS aus der Schweiz nicht möglich war, haben die Fans der Sängerin eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit dem Geld wurden Personen in Frankreich für die Stimmabgabe entschädigt. Rund 60'000 Franken kamen auf diesem Weg zusammen.

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