Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Bitcoin schiesst dank sinkender Anleiherenditen und Trump hoch
Der Kurs des Bitcoin ist am Mittwochabend auf den höchsten Stand seit Anfang Juni gestiegen. Grund dafür sind sinkende Renditen von US-Staatsanleihen und US-Präsident Donald Trump.
Trump bekräftigte, die USA in der Kryptowelt nach vorne zu treiben, was den Wert der "Krypto-Leitwährung" in die Höhe schiessen liess. Am Donnerstagmorgen kostete ein Bitcoin über 71'000 US-Dollar. Vor 24 Stunden war die Blockchain-Devise noch für weniger als 65'000 Dollar gehandelt worden.
Das Plus von über 11 Prozent werten Marktbeobachter als eine Reaktion der Anleger auf eine Ankündigung des US-Finanzministeriums. Dieses hatte überraschend angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Anleihen massiv erhöhen zu wollen.
Tiefere Anleiherenditen nutzen dem Bitcoin
Am US-Anleihemarkt kam es zuletzt zu einer Art Ausverkauf, der die Renditen für 30-jährige Anleihen auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben hatte. Die Massnahme des Finanzministeriums soll Sorgen am Markt zerstreuen, die sich um steigende Inflation, die Folgen des Iran-Kriegs, eine stark steigende Staatsverschuldung und den Kapitalbedarf der grossen KI-Unternehmen drehen.
Der entwichene Druck aus dem Dampfkochtopf des US-Anleihemarktes äusserte sich unter anderem in einem steigenden Gold- und Bitcoinpreis. Denn niedrigere Renditen für Anleihen lassen Bitcoin und Co. für Anleger attraktiver erscheinen. Sollten die USA die Gelddruckmaschinen wieder im grossen Stil anwerfen, dürfte dies der "Krypto-Leitwährung" zu Gute kommen, heisst es im Markt.
USA streben klare Regulierung an
Der jüngste Anstieg ist indes auch politischen Ankündigungen zu verdanken. Laut Trump soll es nun endlich zum Ausbau der USA zur Krypto-Supermacht kommen.
An einem Krypto-Gipfel im Weissen Haus versprach Trump, digitalen Vermögenswerten künftig eine Schlüsselrolle einzuräumen zu wollen. Dazu gehöre auch eine schnelle Verabschiedung des Krypto-Regulationswerks "Clarity Act" durch den Kongress. Ausserdem beteuerte der Präsident erneut, dass die USA den Kauf einer "beträchtlichen" Menge an Bitcoin für den Aufbau einer staatlichen Bitcoinreserve prüfe.
Die Euphorie erfasste auch weitere Kryptowährungen. So reagierte etwa die nach Marktkapitalisierung zweitgrösste Blockchain-Devise Ethereum mit einem Plus von knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vortag. Die ebenfalls im Fokus der neuen Regulierungsbemühungen stehende Kryptowährung Hyperliquid legte sogar um 24 Prozent zu.

















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