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Keystone-SDA | Dienstag, 26. Mai 2026

Blatten-Felssturz verursachte Schäden von 255 Millionen Franken

Der Felssturz von Blatten hat vor einem Jahr grosse Teile des Dorfes im Walliser Lötschental verschüttet und zerstört. Die Katastrophe vom 28. Mai 2025 hat auch die Versicherungsindustrie vor grosse Herausforderungen gestellt.

Der versicherte Gesamtschaden aus dem Felssturz in Blatten wird auf rund 255 Millionen Franken geschätzt. Davon entfallen rund 240 Millionen auf Schäden innerhalb des Elementarschadenpools, wie der am Dienstag veröffentlichte Jahresabschluss des Pools zeigt.

Der Elementarschadenpool ist ein Zusammenschluss privater Versicherer zum besseren Risikoausgleich bei Elementarschäden. Der Pool kauft für seine Mitglieder auf dem weltweiten Markt Rückversicherungsschutz auf gemeinsame Rechnung ein.

Hauptsächlich Gebäudeschäden

Insgesamt hätten 210 Millionen Franken Gebäudeschäden betroffen, 30 Millionen Hausrat und Fahrhabe. Und zusätzliche 15 Millionen Franken würden auf versicherte Schäden ausserhalb des Schadenpools entfallen, etwa zu Betriebsunterbruch- und Motorfahrzeugkaskoschäden.

Die Privatversicherer hätten die Betroffenen in Blatten unbürokratisch und rasch unterstützt, schreibt der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) in einer Mitteilung. Bereits vier Monate nach dem Ereignis seien bei Totalschäden über 80 Prozent der Versicherungssummen für Gebäude und Hausrat ausbezahlt worden.

Auch hätten Versicherer, deren Schäden in Blatten im Verhältnis zu ihrem schweizweiten Marktanteil unterdurchschnittlich ausfielen, substanzielle Beiträge geleistet, so der SVV weiter. Diese Mittel seien an besonders betroffene Gesellschaften weitergeleitet worden.

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