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Der FC Thun ist der Ligaphase ganz nahe
Der FC Thun kann sich bereits am Donnerstag die Teilnahme an einer Ligaphase sichern. Die restlichen Schweizer Europacup-Teilnehmer sind zumindest auf gutem Weg in die Playoffs.
Das 3:0 aus dem Heimspiel gegen Vikingur Reykjavik ist ein angenehmes Polster für den FC Thun. Vieles spricht dafür, dass die Berner Oberländer in die Playoffs der Europa League vorstossen und damit mit Sicherheit eine Ligaphase bestreiten - entweder in der Europa League oder in der Conference League.
Die gute Ausgangslage im europäischen Qualifikationsrennen gab es für den Schweizer Meister nicht kostenlos. Die Thuner entschieden sich, zum Saisonstart die erste Teilnahme an einer Liga- oder Gruppenphase seit 2013 gegenüber der Super League zu priorisieren, wie die "Berner Zeitung" in einem Kommentar feststellte. Etwas, das sich der Klub auch angesichts der verlorenen Qualität in der laufenden Transferperiode nicht leisten kann, finden die Beobachter der Zeitung.
Zwei Niederlagen mit zehn Gegentoren zuletzt in der Super League (2:4 gegen Basel und 0:6 gegen YB) sorgen für einen zwiespältigen Saisonstart der Thuner. Es ist deshalb besonders wichtig für die Mannschaft von Trainer Gian-Luca Privitelli, etwas Gewinnbringendes aus der Europacup-Qualifikation mitzunehmen. Ein Selbstläufer wird die Reise nach Island nicht, ist sich Privitelli sicher: "Es wird richtig hart, daheim sind sie nochmals besser." Die mahnenden Worte des Coaches fallen nicht umsonst. Der isländische Meister war am letzten Donnerstag in Thun besser, als die deutliche Niederlage glauben macht.
Auch St. Gallen und Lugano mit Reserve
Ohne Joker stehen die restlichen vier Super-League-Vereine da. Für sie gibt es nur Weiterkommen oder Ausscheiden. Für St. Gallen und Lugano stehen die Zeichen klar auf Playoffs. Die Ostschweizer empfangen die Moldawier von Sheriff Tiraspol mit einer 3:1-Reserve. Trotz hoher Matchkadenz und einiger Verletzter deutet viel auf ein alles entscheidendes Duell um die Conference League mit Valur Reykjavik oder den Dänen von Nordsjaelland hin.
Der FC Lugano geht mit einem 2:0 aus dem Heimspiel auf die Färöer, wo Runavik vom Vorteil seines Kunstrasens und der speziellen Wetterbedingungen profitieren will. Für die Tessiner heisst es nach dem perfekten Saisonstart mit sechs Siegen, die Bodenhaftung zu behalten. "Alles funktioniert, wenn die Mannschaft an das glaubt, was wir tun", ist Mattia Croci-Torti überzeugt. Mit nur drei Niederlagen in diesem Kalenderjahr kann der Coach optimistisch auf die kommenden Aufgaben blicken. In den Playoffs würden Maccabi Tel Aviv oder CSKA Sofia warten.
Sion und Vaduz mehr gefordert
Der FC Sion kam letzte Woche auswärts gegen den armenischen Klub FC Noah mit einem blauen Auge davon. Nach einer frühen Roten Karte gegen Nias Hefti und einem 1:2-Rückstand gab es ein ansprechendes 2:2. Für die Walliser könnte in den Playoffs Ajax Amsterdam als Gegner warten. Der FC Vaduz, der fünfte Europacup-Vertreter aus der Super League, muss daheim gegen Inter Turku ein 1:2-Handicap wettmachen, um Debrecen oder den FC Kopenhagen herauszufordern.

















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