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Keystone-SDA | Freitag, 20. Februar 2026

"Der Halbfinal ist das Schlimmste"

Nach vier WM-Titeln gewinnt Silvana Tirinzoni mit dem Finaleinzug in Cortina ihre erste Olympia-Medaille. Der Stein, der ihr nach dem überzeugenden Sieg gegen die USA vom Herzen fällt, ist gross.

Silvana Tirinzoni, kann man sagen, dass Sie mit diesem Sieg ein wenig die Dämonen von Peking (ihr Team verlor dort im Halbfinal - die Red.) ausgetrieben haben?

"So krass würde ich das nicht sagen. Auch Peking hatte durchaus viele positive Seiten, aber das übertrifft natürlich vieles. Das ist einzigartig und wunderschön."

War das heute das beste Spiel der letzten Tage?

"Ja, sicher eines der besten. Ich glaube aber immer noch, wir können es noch ein bisschen besser. Die ersten drei Ends waren sehr gut, aber danach konnten wir nicht davonrennen. Das Spiel war immer noch knapp, und am Ende waren sie nur einen gestohlenen Stein entfernt von Unentschieden."

Ist der Druck im Final jetzt kleiner, weil ihr eine Medaille auf sicher habt, oder grösser, weil es am Sonntag um Gold geht?

"Ich kann nicht für die anderen reden, aber für mich ist schon etwas weniger Druck da. Der Halbfinal ist das Schlimmste, jetzt haben wir eine Medaille. Aber natürlich, am Sonntag wollen wir wieder alles. Ich werde wieder nervös sein, aber dann wollen wir nur noch eins, und das ist Gold."

Nun haben Sie einen Tag frei. Wissen Sie schon, wie Sie diesen verbringen werden?

(lacht) "Ich muss Wäsche machen. Aber sonst sicher einfach mal den Moment geniessen bis morgen Mittag, und dann wieder fokussieren und sich konzentrieren. Vielleicht noch ins Gym gehen oder einen kleinen Spaziergang machen. Wir werden am Sonntag frisch im Kopf auf dem Eis stehen."

Die Hauptsache ist, dass sie am Samstag nicht spielen, oder? (Dann wäre das Spiel um Bronze gewesen - die Red.)

"Auf jeden Fall. Jetzt ist alles perfekt. Jetzt haben wir eine Medaille und einen freien Tag."

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