Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Der UHCS muss über die ganze Distanz
War das bitter: In der Verlängerung verliert der UHC Sarganserland das vierte Play-off-Viertelfinalspiel gegen Ad Astra Obwalden mit 3:4. So kommt es zur «Finalissima» am Sonntag in Sarnen um den Einzug in die Halbfinals.
Mit einem Heimsieg wollte der UHC Sarganserland den «Sack» zumachen, sprich die Best-of-5-Serie gegen Ad Astra Obwalden beenden. Doch es sollte nicht sein. In der dritten Minute der Verlängerung schoss der aufgerückte Verteidiger Mario Jung die Gäste aus Obwalden mit dem 4:3-Siegtreffer ins Glück. So kommt es nun am Sonntag um 18 Uhr zum fünften und entscheidenden Spiel in dieser Viertelfinalserie.
Ein bitteres Ende für die Sarganserländer, welche in der intensiven und hartumkämpften Partie dreimal in Führung gingen. Kurz nach dem 3:2 von Dario Gmür – der zweite Treffer des Melsers an diesem Abend – musste aber Dominik Dietrich auf die Strafbank (54.). Diese Strafe überstand der UHCS und kurz nach Dietrichs Rückkehr hatte Noah Good auch das 4:2 auf dem Stock. Doch UHCS-Verteidiger Lukas Jalovy kam direkt im Anschluss zu spät gegen den Neuseeländer Tim McKibbin und kassierte eine 2+2-Minuten-Strafe (56.).
Die ersten zwei Minuten überstanden die Sarganserländer auch noch, doch kaum hatte die zweite Strafe begonnen, fand der Obwaldner Söldner Joel Nyh eine kleine Lücke im UHCS-Abwehrverbund (59.) zum erneuten Ausgleich. Bereits das 2:2 war ein Überzahltreffer der Gäste gewesen (36.). Mit dem Momentum im Rücken schossen die Obwaldner auch nicht unverdient dann den Siegtreffer in der Verlängerung.
Zwei Drittel lang war der UHCS, bei welchem überraschend Routinier Sepp Mattle im Tor Timo Simon ersetzte, die etwas besser agierende Equipe, doch gelang es nie einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuspielen. Als die Gäste im Schlussdrittel die besten Kräfte auf zwei Formationen bündelten, nahm ihr Druck zu. Nur noch mit Kontern kamen die Hausherren zu Chancen. Eine nutzte Gmür – gereicht hat dies trotzdem nicht.
Im fünften Spiel in Sarnen werden die Karten neu gemischt. Das erste Spiel in Obwalden gewann der UHCS im Penaltyschiessen, das zweite (Spiel 4) letzten Sonntag die Gastgeber. Dabei werden Erinnerungen ans letzte Aufeinandertreffen der beiden Equipen in den Play-offs wach: Vor neun Jahren gewannen die Sarganserländer Spiel 5 in Sarnen mit 4:3 und qualifizierten sich zum bisher letzten Mal für die Halbfinals. (rvo)
Sarganserland – Obwalden 3:4 n.V. (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)
Riethalle Sargans. – 359 Zusch. – SR Taddei/Wyss.
Tore: 18. S. Aggeler (Rakeseder) 1:0. 25. Nigg 1:1. 29. Gmür (Good) 2:1. 37. McKibbin (Jonth/Ausschluss Hlozanka) 2:2. 53. Gmür (Jalovy) 3:2. 59. Nyh (Jonth/Ausschluss Jalovy) 3:3. 63. Jung (Schwab) 3:4. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Sarganserland, 1-mal 2 Minuten gegen Obwalden. – Sarganserland: Mattle; Jalovy, Dietrich; Meiler, Rakeseder; F. Aggeler, Zipser; Gmür, Karlsson, Good; Kalberer, Rajeckis, S. Aggeler; Y. Ackermann (41. N. Ackermann), Vogel, Pini. – Einw.: Simon, Grun, Camenisch, Hlozanka, Galliver.















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