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Die Neuauflage des NBA-Finals 1999 startet
Der Playoff-Final der NBA steht an. Victor Wembanyama soll bei den San Antonio Spurs in Duncans Fussstapfen treten, die New York Knicks hingegen bauen auf Jalen Brunson.
Es ist eine doppelte Neuauflage: In der Nacht auf Donnerstag Schweizer Zeit startet die Finalserie der stärksten Basketballliga der Welt in San Antonio zwischen den Spurs und den New York Knicks. Hatten sich die von Jalen Brunson angeführten Knicks im Dezember den NBA-Cup gegen die Texaner gesichert, so gilt nun die Truppe um Victor Wembanyama als Favorit. Für New York geht es um den ersten Liga-Titel seit 1973. Zuletzt stand man 1999 im Final - und verlor gegen die Spurs.
"Als hinge mein Leben davon ab"
Für San Antonio war es vor 27 Jahren der erste Meisterschafts-Titel in der Klubgeschichte sowie der Beginn der Erfolgsära um Tim Duncan. In dessen Fussstapfen soll nun Wembanyama treten. Der 2,24 m grosse Franzose war 2023 im NBA-Draft an erster Stelle ausgewählt worden und hat die junge Spurs-Truppe binnen weniger Jahre wieder zu einem Spitzenteam gemacht. Der "NBA-Rookie des Jahres 2024" und zweifache All-Star-Spieler (2025/26) hat nicht nur alle Vorschusslorbeeren bestätigt, sondern sich auch als Führungsspieler mit gerade einmal 22 Jahren etabliert.
"Ich will so sehr gewinnen. Es ist, als hinge mein Leben davon ab. Das ist der beste Basketball, der derzeit auf dem Planeten gespielt wird", erklärte Wembanyama. In der Best-of-7-Serie hat sein Team als Nummer 2 des Westens in einem allfälligen Entscheidungsspiel Heimvorteil. Im Halbfinal entthronte die Truppe von Cheftrainer Mitch Johnson Titelverteidiger Oklahoma City Thunder - die beste NBA-Mannschaft der regulären Saison - mit 4:3 nach nervenaufreibenden sieben Partien.
Ein Kindheitstraum steht auf dem Spiel
Nicht zuletzt auch deshalb wird den Spurs nun Titel Nummer sechs - den ersten seit 2014 - eher zugetraut als den Knicks ihre dritte Meisterschaft. Wembanyama sprach von einem "Kindheitstraum", der in Erfüllung gehen könnte. "Das ist eine einmalige Gelegenheit. Man weiss nie, wann sich so etwas wiederholen wird. Es ist schwer in Worte zu fassen. Es ist fast so etwas wie der Sinn meines Lebens."
Die New Yorker Truppe von Headcoach Mike Brown kommt indes mit dem Selbstbewusstsein von elf Play-off-Siegen in Serie nach San Antonio. Die Philadelphia 76ers im Viertel- und die Cleveland Cavaliers im Halbfinal wurden jeweils mit 4:0-Siegen abgefertigt. Nun soll endlich die Durststrecke nach 53 Jahren zu Ende gehen. "Wir schreiben noch an unserer Geschichte. Aber mir gefällt der Weg, auf dem wir uns gerade befinden", erklärte Knicks-Guard Brunson.
Das drittbeste Team im Osten muss zunächst zwei Mal auswärts spielen, bevor die Spiele drei und vier daheim im Big Apple stattfinden. Die Knicks gehen jedenfalls ausgeruhter in den NBA-Showdown, hatte man doch fünf Tage mehr Ruhezeit als der Gegner. Im Grunddurchgang trafen sich übrigens die beiden Teams zwei Mal (ohne das NBA-Cup-Final), jeweils das Heimteam siegte - diese Spiele sind allerdings schon Monate her.

















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