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Keystone-SDA | Montag, 30. März 2026

Die Ostschweiz erhält mehr Beachtung in der Raumplanung des Bundes

Die Ostschweizer Kantone haben sich mit ihrer gemeinsamen Position in Bern Gehör verschafft. Das aktualisierte Raumkonzept Schweiz trägt nun den Anliegen der Ostschweiz stärker Rechnung und anerkennt den internationalen Bodenseeraum als bedeutenden Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensraum.

Die Kantone St. Gallen, Thurgau und die beiden Appenzell verbuchen es als politischen Erfolg: Jahrelang drängten sie darauf, dass die besondere Lage der Region Ostschweiz stärker in der Raumplanung des Bundes berücksichtigt wird.

Nun anerkenne das aktualisierte Raumkonzept die Realität der internationalen Bodenseeregion als zusammenhängenden Lebens- und Wirtschaftsraum mit grossem Entwicklungspotenzial stärker als bisher, schrieben die vier Kantone am Montag in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Damit erhalte die Ostschweiz eine bessere Sichtbarkeit in der gesamtschweizerischen Raumentwicklung.

Neue Perspektiven für die Region

Das Raumkonzept ist die strategische Leitlinie für die räumliche Entwicklung der Schweiz. Es legt fest, wie sich das Land entwickeln soll. So bestimmt es, wie Siedlungen wachsen, Verkehrsnetze geplant und Landschaften geschützt werden. Die von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden nun gutgeheissene Überarbeitung reagiert auf neue Herausforderungen - vom Bevölkerungswachstum über Energiefragen bis hin zum Klimawandel.

Der Raum rund um den Bodensee sei eng mit den Nachbarregionen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein verbunden. Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr und Bildung seien grenzüberschreitend organisiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Mit der Aktualisierung des Raumkonzepts werde diese Entwicklung auf nationaler Ebene berücksichtigt.

Darin sehen die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau einen wichtigen Schritt, "um die Ostschweiz langfristig als innovativen und international vernetzten Raum weiterzuentwickeln und seine naturräumlichen Stärken zu erhalten."

Die Verankerung im Raumkonzept eröffne neue Perspektiven: bessere internationale Erreichbarkeit, eine koordinierte Entwicklung von Siedlung und Verkehr sowie eine gezielte Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts.

Ostschweiz bemängelt bisherige Wahrnehmung

Wie wichtig es den Ostschweizer Kantonen ist, dass in Bern der internationale Bodenseeraum mit seinem Potenzial wahrgenommen wird, unterstrichen sie Ende 2023. Damals legten sie eine gemeinsame Position für das Raumkonzept Schweiz fest.

Sie bemängelten, dass ihre Region beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) als "klein- und mittelständisch" geprägte "Nordostschweiz" qualifiziert wurde. Für die Ostschweizer Regierung war hingegen klar, dass der Bodenseeraum als attraktiver und eigenständiger Wirtschafts-, Bildungs-, Forschungs- und Lebensraum mit internationaler Ausstrahlung positioniert sein müsse und als solcher wahrgenommen werde.

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