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Die Schweizer Handballer verlieren an der EM auf brutale Weise
Die Schweizer Handballer erleben an der EM einen unerklärlichen Einbruch. Deshalb kassieren sie nach dem 28:28 gegen die Färöer zum Auftakt eine 35:38-Niederlage gegen den Olympia-Vierten Slowenien.
Es war mehr als eine bittere Niederlage. In der 33. Minute führten die Schweizer 23:14. Zudem kassierte der slowenische Trainer Uros Zorman in der 37. Minute eine Rote Karte. Es sprach also alles für die SHV-Auswahl. Danach schlichen sich aber einmal mehr Unkonzentriertheiten in Form unnötiger Fehler ins Spiel der Mannschaft von Trainer Andy Schmid ein. In der 54. Minute gerieten die Schweizer mit 32:33 erstmals in Rückstand, worauf nur noch dreimal der Ausgleich gelang. Nach dem 35:35 (56.) gelang ihnen kein Treffer mehr.
Deshalb war es letztlich Makulatur, dass die Schweizer vor 2026 Zuschauern in Oslo lange Zeit sehr stark spielten. Nach 136 Sekunden führten sie 3:0, nach zehn Minuten 8:3. Näher als bis auf drei Tore liessen sie die Osteuropäer in der Folge vor der Pause nicht herankommen. Der maximale Vorsprung in der ersten Halbzeit betrug sieben Tore, zur Pause lagen die Schweizer 20:14 vorne.
Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter
Einen grossen Anteil am klaren Vorsprung nach 30 Minuten hatte Goalie Nikola Portner, der sich in der ersten Hälfte acht Paraden notieren liess. Danach kamen aber nur noch drei abgewehrte Schüsse dazu. Somit war auch er nicht mehr jener Rückhalt, den sein Team gebraucht hätte.
Manuel Zehnder erzielte vor der Pause fünf Treffer, in der Folge reüssierte er aber nicht mehr. Die besten Werfer der Schweizer waren mit je sechs Toren die Flügelspieler Noam Leopold und Gino Steenaerts. Kreisläufer Lukas Laube, der im ersten Spiel nicht zum Einsatz gekommen war, verwertete sämtliche fünf Abschlüsse.
Auf Schützenhilfe angewiesen
Es war für die Schweizer im 17. Duell gegen die Slowenen die 14. Niederlage, zudem gab es ein Unentschieden. Damit haben sie im letzten Vorrundenspiel am Dienstag gegen Montenegro das Weiterkommen in die Hauptrunde nicht mehr in der eigenen Hand. Montenegro ist bereits ausgeschieden und spielt somit nur noch um die Ehre.

















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