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Keystone-SDA | Montag, 15. Juni 2026

Die verhaltene Freude über das Traumtor

Schweden gewinnt in Monterrey das erste WM-Spiel gegen Tunesien 5:1. Die Skandinavier schreiben weiter an ihrer ganz speziellen Geschichte.

Da ist mal die Vergangenheit: 1994, bei der letzten WM in den USA, belegten die Schweden den 3. Platz - bezwungen einzig im Halbfinal vom späteren Weltmeister Brasilien.

Dann ist da aber auch der schier unglaublich Fakt, dass sich Schweden für die WM qualifizierte, obwohl es in der Schweizer WM-Qualifikationsgruppe kein einziges Spiel gewann. Auch aus den Vorbereitungspartien resultierte gegen Griechenland (2:2) und Norwegen (1:3) kein Erfolg. Einzig die Playoff-Partien gegen die Ukraine (3:1) und Polen (3:2) gewann das Team von Graham Potter im Lauf des letzten Jahres.

Ayaris Tore

Nun glänzten die Schweden aber zum WM-Auftakt. Die Starstürmer Alexander Isak von Liverpool (2:0) und Viktor Gyökeres von Arsenal (3:1) trafen. Yasin Ayari eröffnete das Skore und setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Der 22-jährige Aufbauer von Brighton hämmerte Schweden in der 7. Minute auf die Siegesstrasse. Der Mann mit der dezenten Dauerwelle freute sich nur still über seinen Sonntagsschuss: Ayaris Vater ist Tunesier. Yasin Ayari hätte auch für Tunesien spielen können; er entschied sich für Schweden.

WM-Rekord

Im Finish brachen die Schweden noch einen WM-Rekord. Matthias Svanberg erzielte mit der ersten Ballberührung zwölf Sekunden nach der Wiederaufnahme der Partie nach seiner Einwechslung das 4:1. Noch nie an einer WM hatte ein "Joker" schneller getroffen.

Schweden führt nach dem ersten Spieltag die Tabelle der Gruppe F vor den Niederlanden und Japan an.

Telegramm:

Schweden - Tunesien 5:1 (2:1)

Monterrey. - 50'987 Zuschauer. - SR Falcón Pérez. - Tore: 7. Ayari 1:0. 30. Isak 2:0. 43. Rekik 2:1. 59. Gyökeres 3:1. 84. Svanberg 4:1. 96. Ayari 5:1.

Schweden: Nordfeldt; Lagerbielke, Hien, Lindelöf; Karlström (84. Svanberg); Bernhardsson (91. Svensson), Gudmundsson (65. Stroud); Nygren (65. Bergvall), Ayari; Gyökeres, Isak (91. Elanga).

Tunesien: Chamakh; Rekik, Talbi, Ben Hmida; Valery (72. Mahmoud), Abdi; Khedira (83. Gharbi), Skhiri (72. Achouri), Mejbri; Saad (72. Tounekti), Ben Slimane (84. Chaouat).

Bemerkungen: Verwarnungen: 54. Khedira.

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