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Keystone-SDA | Donnerstag, 15. Januar 2026

Direktorin des St. Galler Textilmuseums geht überraschend

Die Anstellung der Direktorin des Textilmuseums St. Gallen, Mandana Roozpeikar, wird auf Ende Januar beendet. Als Grund werden "unterschiedliche Auffassungen zur strategischen Ausrichtung des Textilmuseums" angegeben.

Nach intensiven Gesprächen sei der Vorstand des Vereins Textilmuseum und dessen Direktorin Mandana Roozpeikar übereingekommen, "das Arbeitsverhältnis per Ende Januar 2026 einvernehmlich zu beenden", heisst es in der Mitteilung des Vereins vom Donnerstag.

Die Differenzen hätten sich über einen längeren Zeitraum herausgebildet, erklärte Carmen Fleisch-Otten, Präsidentin des Vereins, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei aber keine gemeinsame Lösung gefunden worden. Zum Inhalt der Differenzen würden keine Auskünfte erteilt.

Roozpeikar leitete das Textilmuseum, das vor einer umfassenden Erneuerung steht, seit März 2022. In dieser Phase seien zentrale Weichen für die Entwicklung und die Zukunft des Hauses gestellt worden, heisst es in der Mitteilung. Der Verein dankt ihr für ihren grossen Einsatz.

Bis zur Wahl einer neuen Direktorin oder eines Direktors übernimmt Heinrich Christen, Vizepräsident des Vereins und Vorsitzender des Museumsausschusses, die Leitung des Museums ad interim.

Gelder der öffentlichen Hand bewilligt

Das Textilmuseum ist vom Bund als Museum von nationaler Bedeutung anerkannt. Mit einem Umbau soll seine überregionale Bedeutung und die touristische Ausstrahlung weiter gestärkt werden. Die Baubewilligung liegt bereits vor.

Im Dezember bewilligten zuerst das Kantons- und danach das Stadtparlament einen Beitrag von insgesamt 20,85 Millionen Franken an die Gesamtkosten von 48 Millionen Franken. Die restlichen Gelder will das Museum selber beisteuern, und zwar über Fundraising bei Textilfirmen, Unternehmen aus der Region, Stiftungen oder Privatpersonen.

Für die Geldsammlung ist die Stiftung Textilmuseum zuständig. Aktuell fehlten noch um die sieben Millionen Franken, erklärte Carmen Fleisch-Nebel. Wichtig sei gewesen, dass Stadt und Kanton im Dezember die Gelder gesprochen hätten. Der Baubeginn könnte 2027 stattfinden.

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