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Keystone-SDA | Donnerstag, 16. April 2026

Drei Kandidierende für das Gemeindepräsidium von St. Moritz

Bei der Wahl für das Gemeindepräsidium in St. Moritz (GR) wollen eine Kandidatin und zwei Kandidaten die Nachfolge von Christian Jott Jenny antreten. Es handelt sich um Sebastian Bahner, Adriano Iseppi und Isabel Wenger, wie die Gemeindekanzlei am Mittwoch mitteilte.

Am 14. Juni entscheiden die Wähler, wer ab dem 1. Januar 2027 die Gemeinde St. Moritz leiten wird. Eine Stichwahl ist für den 19. Juli vorgesehen.

Als Erster hatte der parteilose Adriano Iseppi seine Kandidatur bekanntgegeben. Der 52-Jährige brachte seine Bewerbung auf Langlaufskiern zur Gemeinde, wie ein in den sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video zeigte. Er absolvierte eine Ausbildung zum Primarlehrer und anschliessend eine für die Sekundarstufe in den Fächern Biologie und Sport. Iseppi ist unter anderem Präsident von "Engadin Nordic", einem Leistungszentrum im Oberengadin, das sich für die Förderung des nordischen Skisports bei der Jugend einsetzt.

Auch der zweite Kandidat, Sebastian Bahner, tritt als Parteiloser an. Der 46-Jährige, geboren in Berlin, hatte im Laufe seiner Karriere Führungspositionen in den Bereichen Strategie, Organisation und Finanzen inne, schrieb der Kandidat auf seiner Website. In seiner Freizeit widmet sich Bahner dem Präsidium der Sektion Bernina des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), dessen Bergführer er auch ist.

Beworben hat sich auch Isabel Wenger, Vertreterin der Gruppierung Next Generation. Die gebürtige Bernerin lebt seit 2014 in St. Moritz und sitzt seit 2022 im Gemeinderat. 2025 hatte die 59-jährige Ökonomin und unabhängige Unternehmensberaterin den Vorsitz im Gemeinderat inne. Seit März übt sie Führungsaufgaben innerhalb der regionalen Gesundheitsorganisation Sanadura aus. Sie wäre die erste Gemeindepräsidentin von St. Moritz.

In den letzten acht Jahren stand Christian Jott Jenny, der in Zürich geborene Opernsänger und Kulturmanager, an der Spitze der Gemeindeverwaltung. Anfang April gab er gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen SRF bekannt, dass er nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren werde.

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