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Economiesuisse hält Zwangsarbeitsvorwurf der USA für unbegründet
Economiesuisse bezeichnet den Zwangsarbeitsvorwurf der US-Regierung gegen die Schweiz als völlig unbegründet. Die neuen Zolldrohungen aus den USA seien für Schweizer Firmen zwar belastend, aber weniger gravierend als frühere Strafzölle.
Economiesuisse hält den Zwangsarbeitsvorwurf der US-Regierung gegen die Schweiz für "völlig unbegründet". Die Schweiz habe gesetzliche Regeln gegen Zwangsarbeit, sagte Chefökonom Rudolf Minsch am Mittwoch an einer Medienkonferenz: "Die Schweiz hat die entsprechenden Hausaufgaben gemacht."
Die neuen Zolldrohungen aus Amerika kämen nicht überraschend, sagte Minsch: Economiesuisse sei davon ausgegangen, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump neue Wege suchen werde, um einen Teil der Zölle aufrechtzuerhalten. Damit wolle Trump die bisher aufgrund eines Notstandsgesetzes erhobenen Zölle ersetzen, die der Oberste Gerichtshof der USA für ungültig erklärt habe.
Differenz zur EU nicht matchentscheidend
Die jetzige Drohung mit Strafzöllen von 12,5 Prozent gegen die Schweiz sei kein grosser Schock für die hiesigen Unternehmen, sagte Minsch. Denn die Differenz zu den drohenden Strafzöllen gegen die EU in Höhe von 10 Prozent sei "nicht wirklich matcheintscheidend".
Die 2,5 Prozent Unterschied könnten Schweizer Unternehmen innert nützlicher Frist irgendwie einsparen oder alternative Wege finden. Oder sie könnten sie auf die Kunden abwälzen.
Die neue Lage sei ganz anders als im vergangenen Jahr. Damals hatte Trump gegen die Schweiz Strafzölle von 39 Prozent verhängt, während die EU mit 15 Prozent davonkam. "Das war der Killer", sagte Minsch. So grosse Differenzen seien fast nicht mehr kompensierbar.
Aus Rückmeldungen von Firmen wisse man, dass es extrem hilfreich wäre, wenn man wüsste, was in den nächsten drei Jahren gelten würde. Planungssicherheit sei wichtiger als ein Zollunterschied von 2,5 Prozent, sagte Minsch. Wenn es eine Planungssicherheit gäbe, könnten sich die Firmen darauf einstellen.

















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