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Keystone-SDA | Sonntag, 07. Juni 2026

Einzig Pius Schwizer im Sattel von Jason im Preisgeld

Die Schweizer Equipe im Springreiten erwischt zum Abschluss des CSIO St. Gallen einen schwachen Tag. Den mit 500'000 Euro dotierten Grand Prix gewinnt der Deutsche Marcus Ehning.

Einzig Pius Schwizer mit Jason qualifiziert sich für den zweiten Umgang der Top 12. Marcus Ehning feiert den Sieg nach einer Verfolgungsjagd durch einen Hund.

Schwizer nahm die Reprise bereits mit einem Handicap von vier Strafpunkten in Angriff. Der 63-Jährige aus Oensingen schlug mit dem Wallach ein hohes Tempo an, doch das Risiko zahlte sich nicht aus. Zwei weitere Fehler kamen hinzu.

In der Pole-Position für den Sieg befand sich ein fehlerloses Quartett aus dem ersten Umgang. Der Deutsche Marcus Ehning im Sattel von Coolio blieb ebenso ein zweites Mal fehlerfrei wie die Österreicherin Katharina Rhomberg auf Colestus und die Deutsche Pia Reich auf Löwenherz.

Ehning setzte sich in diesem Trio mit der besten Zeit durch, gewann seinen 35. Grand Prix auf Fünfsterne-Niveau und feierte als 52-Jähriger seinen dritten Sieg in St. Gallen. Bereits 2002 und 2012 gelang ihm dieses Kunststück mit For Pleasure beziehungsweise Plot Blue.

Hund auf dem Rasen

Der Sieg von 2026 wird ihm auch wegen einer ungewöhnlichen Szene in Erinnerung bleiben. Im Normalparcours riss sich ein Hund los, rannte über den Rasen und verfolgte Coolio mit Ehning im Sattel. Pferd und Reiter blieben cool. Manch anderes Paar hätte die Runde wohl abgebrochen.

Im zweiten Umgang nahm Ehning Katharina Rhomberg acht Zehntelsekunden ab. Die Österreicherin, die aus Dornbirn einen der kürzesten Anfahrtswege zum Turnier hatte, stand bereits im Vorjahr als Dritte auf dem Podest. Zudem hatte sie am Freitag mit ihrem zweiten Top-Pferd Cuma im Nationenpreis bereits zwei Blankoritte gezeigt.

Glück nicht auf Schweizer Seite

Jason Smith, der die Schweiz am Freitag mit zwei Nullfehlerritten zum Sieg im Nationenpreis geführt hatte, bekundete diesmal im Sattel von Picobello etwas Pech. Die beiden Fehler des Schimmel-Hengsts entstanden nach leichten Berührungen. Smith verpasste den zweiten Umgang der Top 12 und belegte im Feld der 50 gestarteten Paare Platz 17. Auch seine Kollegen Steve Guerdat mit Venard und Martin Fuchs auf Lorde verpassten wegen je zwei Abwürfen den zweiten Umgang.

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