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England ringt Norwegen in der Verlängerung nieder
Das WM-Märchen von Norwegen ist im Viertelfinal geplatzt. England setzt sich in einer umkämpften Hitzeschlacht in Miami nach Verlängerung mit 2:1 durch und zieht in den Halbfinal ein.
Matchwinner für die "Three Lions" von Trainer Thomas Tuchel war Jude Bellingham, der sein Team mit zwei Toren nach Rückstand vor dem Aus rettete.
Die Partie im Hard Rock Stadium bei drückenden 31 Grad begann zäh. Norwegen verteidigte mit der vom Turnierverlauf bekannten Kompaktheit und liess Englands Offensive lange verzweifeln. In der 36. Minute ging die Taktik von Trainer Staale Solbakken perfekt auf: Patrick Berg luchste Harry Kane im Mittelfeld den Ball ab. Über Captain Martin Ödegaard landete der Ball bei Andreas Schjelderup. Der Stürmer von Benfica Lissabon schlenzte den Ball via Innenpfosten zur 1:0-Führung für den Aussenseiter ins Netz.
Die englische Antwort liess bis tief in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit auf sich warten. Dann bewies Jude Bellingham seine ganze Klasse und verwertete eine Hereingabe von Anthony Gordon eiskalt im langen Eck zum 1:1-Ausgleich (45.+2). Es war ein Treffer, der für Diskussionen sorgte, denn der Ball hatte nach einem Abschlag zuvor das Seil einer TV-Kamera touchiert – der VAR schritt jedoch nicht ein.
Nach dem Seitenwechsel bewies Norwegen Mut. In der 55. Minute jubelten die Skandinavier erneut, als Torbjörn Heggem nach einem Eckball abstaubte. Schiedsrichter Clement Turpin nahm den Treffer nach Konsultation der Videobilder wegen eines Offensivfouls von Erling Haaland jedoch zurück. Da in der regulären Spielzeit keine weiteren Tore fielen, ging die Partie in die Verlängerung.
Dort schlug England sofort zu – und profitierte von einem bitteren Fehler. Ausgerechnet der bis dahin makellose norwegische Keeper Örjan Nyland liess einen Distanzschuss von Morgan Rogers nach vorne abprallen. Bellingham reagierte am schnellsten und staubte mühelos zum 2:1 ab (93.). Auf diesen Nackenschlag fand das Überraschungsteam aus Skandinavien in den verbleibenden Minuten keine Antwort mehr, auch weil die Kräfte in der extremen Luftfeuchtigkeit schwanden.
England steht damit zum dritten Mal in einem WM-Halbfinal nach 1966 und 2018, wo in Atlanta entweder Argentinien oder die Schweiz warten werden.
Telegramm:
Norwegen - England 1:2 (1:1, 1:1) n.V.
Miami. - 64'478 Zuschauer. - SR Turpin (FRA). - Tore: 36. Schjelderup (Ødegaard) 1:0. 45. Bellingham (Gordon) 1:1. 93. Bellingham 1:2.
Norwegen: Nyland; Ryerson (60. Aursnes), Ajer, Heggem (90. Østigård), Møller Wolfe (90. Pedersen); Ødegaard, Berge, Berg; Sørloth (68. Bobb), Haaland (105. Strand Larsen), Schjelderup (68. Nusa).
England: Pickford; Konsa (89. Rogers), Stones, Guéhi, O'Reilly (86. Spence); Rice (46. Eze), Anderson; Madueke (46. Saka), Bellingham (111. Burn), Gordon (71. James); Kane.
Bemerkungen: Verwarnungen: 117. Ajer.

















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