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Keystone-SDA | Mittwoch, 10. Juni 2026

Erdogan sieht Israel als Bedrohung für die Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht Israels Vorgehen in der Region auch als Bedrohung für die Türkei.

Die Angriffe Israels gegen den Libanon und Syrien hätten ein Ausmass erreicht, das auch die Türkei bedrohe, sagte Erdogan in Ankara vor seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP.

Erdogan beschuldigte Israel zudem, in der gesamten Region, einschliesslich des östlichen Mittelmeers, destabilisierende Politik zu betreiben.

Beziehungen zwischen Türkei und Israel belastet

Erdogan hatte Israel und insbesondere den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Vergangenheit bereits scharf kritisiert. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelten als belastet.

Israel greift trotz Waffenruhe täglich weiter im Libanon an. Besonders im Südlibanon ist die Zerstörung gross. Auch in Syrien führt das israelische Militär weiter Bodeneinsätze durch, insbesondere im Süden des Landes nahe der Grenze zu den von Israel kontrollierten Golanhöhen.

Israel begründet das Vorgehen mit dem Kampf gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah und andere als Bedrohung eingestufte Gruppen.

Netanjahu kritisiert Erdogan

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, Erdogan sei "der Letzte, der dem Staat Israel Moralpredigten halten" könne. Er unterstütze die Hamas, unterdrücke sein eigenes Volk und inhaftiere politische Rivalen. Israel werde "weiterhin entschieden gegen den Iran und seine Verbündeten vorgehen, die den Nahen Osten und die ganze Welt bedrohen".

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