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Keystone-SDA | Sonntag, 14. Juni 2026

Erste Ausschreitungen in Genf bei Protesten gegen G7-Gipfel

Bei der Demonstration gegen den G7-Gipfel im französischen Évian ist es am Sonntagnachmittag in Genf zu ersten Ausschreitungen gekommen. Im Bereich des Bahnhofs lieferten sich Demonstrierende und die Polizei Auseinandersetzungen. Zudem wurde ein Auto in Brand gesetzt.

Nach Beobachtungen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA warfen Demonstrierende Gegenstände, darunter Fahrräder, auf die Einsatzkräfte. Mehrere Detonationen waren zu hören. Zudem kam es zu Sachbeschädigungen, unter anderem an einer Bank.

An der Kundgebung beteiligten sich mehrere Tausend Menschen. Sie folgten dem Aufruf der No-G7-Koalition, die rund 60 Organisationen vereint. Der Demonstrationszug setzte sich aus verschiedenen Blöcken zusammen, darunter feministische, pro-palästinensische, revolutionäre, kurdische und gewerkschaftliche Gruppen.

Die Demonstrierenden zogen lautstark und farbenfroh durch die Stadt. Sprechchöre begleiteten den Umzug, zahlreiche Transparente richteten sich gegen den G7-Gipfel und rufen zu einer "Antwort auf Faschismus, Imperialismus und Kapitalismus" auf.

Trump mit kubanischem Cocktail

Für Aufsehen sorgte ein Begleitfahrzeug am Ende des Demonstrationszugs. Auf dessen Dach stand eine überdimensionierte Figur von US-Präsident Donald Trump mit einem kubanischen Cocktail in der Hand, an der sich eine symbolische israelische Spinne festklammerte.

Die rund fünf Kilometer lange Route war auf das rechte Seeufer beschränkt. Sie führte unter anderem über den Place des Nations und zurück zum Ausgangspunkt. Die Kundgebung musste gemäss Auflagen bis 22.30 Uhr beendet sein.

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