Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Fast zwei Drittel lehnen laut SRG-Umfrage Neutralitätsinitiative ab
Die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative haben kurz vor der Abstimmung vom 27. September weiter an Boden verloren. Insbesondere bei der Neutralitätsinitiative hat die Ablehnung im Vergleich zur ersten Umfrage zugenommen, wie die zweite SRG-Umfrage zeigt.
Bei der Initiative "Wahrung der schweizerischen Neutralität" (Neutralitätsinitiative) würden aktuell 63 Prozent der Befragten mit Nein stimmen und 34 Prozent mit Ja, wie das Forschungsinstitut gfs.bern mitteilte, das die SRG-Umfrage durchgeführt hatte. Die Meinungen seien bereits stark gefestigt, da 83 Prozent der Teilnahmewilligen eine feste Stimmabsicht geäussert hätten. Die Ablehnung sei damit breit abgestützt.
Einzig im Umfeld der SVP habe die Vorlage mit 77 Prozent noch eine klare Mehrheit gefunden, wobei auch dort die Zustimmung zurückgegangen sei. Bei den Parteiungebundenen sei eine frühere knappe Ja-Mehrheit in eine klare Nein-Mehrheit gekippt.
Vom Patt ins Nein
Während die Neutralitätsinitiative bereits bei der ersten Umfragewelle einen Nein-Vorsprung aufwies, kippte die Initiative "Für eine sichere Ernährung - durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser" (Ernährungsinitiative) von einer anfänglichen Pattsituation in eine ablehnende Mehrheit.
Lediglich ein Drittel der teilnahmewilligen Stimmberechtigten würde bestimmt oder eher für die Vorlage stimmen, während 64 Prozent dagegen wären. Gegenüber der ersten Welle habe sich damit ein deutlicher Nein-Trend herausgebildet. Eine klare Ja-Mehrheit habe es nur noch bei den Anhängerinnen und Anhängern der Grünen mit über drei Vierteln gegeben. Bei Wählerinnen und Wählern von SP und GLP, die der Vorlage zunächst mehrheitlich zustimmten, kippte die Stimmung ebenfalls, wie es weiter hiess.
Die SRG-Umfrage wurde telefonisch zwischen dem 2. und 9. September bei 12'916 Stimmberechtigten durchgeführt. Der Stichprobenfehler beträgt +/- 2,8 Prozentpunkte. Laut gfs.bern liegt die Stimmbeteiligung für den Urnengang vom 27. September mit 49 Prozent leicht über dem langjährigen Durchschnitt.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar