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Federer schwärmt in Melbourne von Alcaraz und Sinner
Roger Federer wird am Sonntag bei der erstmals durchgeführten Eröffnungsfeier am Australia Open der Stargast sein. Zuvor zeigt er sich begeistert von seinen Nachfolgern.
Gut drei Jahre nach seinem Rücktritt sieht Roger Federer seinen Sport in guten Händen. Vom aktuell überragenden Duo Carlos Alcaraz und Jannik Sinner schwärmt er ebenso wie der Rest der Tenniswelt.
"Das ist grossartig für das Tennis", stellte der 44-jährige Basler mit 20 Grand-Slam-Titeln und einer eigenen Rivalität mit Rafael Nadal und Novak Djokovic bei einer Medienkonferenz in Melbourne fest. "Ihr Tennis ist unglaublich." Der Final in Paris, bei dem Alcaraz drei Matchbälle Sinners abwehrte und nach 5:29 Stunden im fünften Satz gewann, hat auch bei Federer einen bleibenden Eindruck hinterlassen. "Dieser Final war komplett surreal."
Welt des Sports stand still
Für das Tennis sei ein solcher Match "fantastisch". "Ich habe den Eindruck, dass von einem Moment auf den anderen, in diesem epischen fünften Satz, die Welt des Sports still gestanden und atemlos nach Paris geschaut hat", sagte Federer. "Das war wahrscheinlich einer der grössten Matches der Geschichte."
Danach hätten die beiden dies mit weiteren Finals bestätigt, besonders in Wimbledon und am US Open. Der 22-jährige Spanier Alcaraz und der zwei Jahre ältere Italiener Sinner haben die letzten acht Grand-Slam-Titel je hälftig unter sich aufgeteilt. Nun hat Alcaraz in Melbourne, wo er noch nie im Final stand, die Chance, seinen Karriere-Grand-Slam zu komplettieren. "In seinem Alter wäre das verrückt", findet Federer. "Schauen wir, ob er das Verrückte hinkriegt. Ich hoffe es, es wäre ein unglaublicher Moment für unser Spiel."
Vorerst kein Coach Federer
Das Australian Open plant in diesem Jahr am ersten Tag erstmals eine grosse Eröffnungsfeier, Federer wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Als Coach sieht er sich allerdings nicht - zumindest nicht auf absehbare Zeit. "Man soll ja niemals nie sagen", betonte er. "Aber ich bin sehr beschäftigt und habe vier Kinder. Im Moment also keine Chance", meinte er schmunzelnd.
















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