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Frauen-Final in Melbourne als Neuauflage
Im Frauen-Final des Australian Open kommt es zu einer Neuauflage. Die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka und die Kasachin Jelena Rybakina, die Weltnummer 5, spielen zum zweiten Mal um die Trophäe.
Sabalenka tat den zweitletzten Schritt zu einem weiteren Grosserfolg mit einem 6:2, 6:3 gegen die Ukrainerin Jelina Switolina, die in den Runden zuvor wie die anderen drei Halbfinalistinnen ohne Satzverlust geblieben war - und sich auch gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt hatte. Die Nummer 12 der Weltrangliste bezwang vor ihrem ersten Halbfinal im ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres unter anderen die Amerikanerin Coco Gauff, die Nummer 3 der Welt, und die Russin Mirra Andrejewa, die Nummer 7.
Nur kurze Hoffnung
Gegen Sabalenkas druckvolles Spiel wehrte sich die Ehefrau des Franzosen Gaël Monfils und Mutter einer Tochter nach Kräften - und schürte zwischenzeitlich auch die Hoffnung auf den Coup und den erstmaligen Einzug in den Final eines Major-Events. Zu Beginn des zweiten Satzes nutzte sie im Gegensatz zu ihren zwei Möglichkeiten im allerersten Game die Chance zum Servicedurchbruch und lag 2:0 voran.
Die Hoffnung hatte aber nicht lange Bestand. Sabalenka reagierte prompt und nahm ihrer Kontrahentin zweimal in Folge den Aufschlag ab. Es war die entscheidende Wende in einer mehrheitlich einseitigen Partie. Im siebten Duell hiess die Siegerin zum sechsten Mal Sabalenka.
Sabalenka erreichte zum vierten Mal in Folge den Final des Australian Open. Nachdem sie die ersten zwei für sich entschieden hatte, musste sie sich im vergangenen Jahr überraschend der Amerikanerin Madison Keys geschlagen geben.
Am Samstag spielt Sabalenka gegen Rybakina um ihren insgesamt fünften Turniersieg auf Stufe Grand Slam; in den letzten zwei Jahren gewann sie auch das US Open. Den ersten Triumph in Melbourne hatte sie gegen Rybakina vor drei Jahren nach Satzrückstand perfekt gemacht. Der Final wird das bereits 15. Duell zwischen den beiden sein. Achtmal hiess die Siegerin bisher Sabalenka, sechsmal Rybakina.
Rybakinas Mühe in der Schlussphase
Rybakina hatte beim 6:3, 7:6 (9:7) in ihrem Halbfinal gegen Jessica Pegula, die Nummer 6 der Weltrangliste, erwartungsgemäss mehr Gegenwehr zu brechen. Da standen sich zwei Spielerinnen gegenüber, die in den vorangegangenen Tagen einen durchwegs starken Eindruck hinterlassen hatten. Die gebürtige Russin, die seit acht Jahren für Kasachstan antritt, schaltete in den Viertelfinals die Polin Iga Swiatek aus, die Nummer 2 im Ranking. Die Amerikanerin setzte in den Achtelfinals dem Traum von Keys von einer Wiederholung des letztjährigen Turniersieges ein Ende.
Den Umweg übers Tiebreak hätte sich Rybakina allerdings ersparen können. Im zweiten Satz gab sie gleich dreimal einen Break-Vorteil aus der Hand, beim Stand von 5:3 liess sie als Rückschlägerin drei Matchbälle ungenutzt. In der Kurzentscheidung behielt die Wimbledon-Siegerin von 2022 schliesslich nach zwei abgewehrten Satzbällen die Oberhand.

















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