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Gerber schiesst Fribourg in die Finalissima
Fribourg-Gottéron erzwingt mit einem 2:1-Heimsieg nach Verlängerung gegen Davos eine Finalissima. Das entscheidende siebte Spiel im Playoff-Final folgt am Donnerstag im Bündnerland.
Spiel 4 hatte Fribourg-Gottéron zuhause zumindest optisch dominiert, aber 0:1 verloren. Das Szenario in der sechsten Partie dieser Finalserie war das genaue Gegenteil. Das Heimteam, das auf den angeschlagenen Marcus Sörensen zählen konnte, ging früh in Führung und verteidigte das 1:0 in einer eigentlichen Abwehrschlacht - bis Simon Knak in der 57. Minute eine Verwirrung in der Freiburger Abwehr nutzte und via Rücken von Goalie Reto Berra zum Ausgleich traf. Dies mit dem 28. Davoser Schuss aufs Tor. Gottéron hatte in diesem Final zuhause erstmals in Führung gelegen.
Auch am Ende jubelte trotz Zusatzschlaufe das Heimteam. In der 4. Minute der Verlängerung brachte Jeremi Gerber mit dem Treffer zum 2:1 die grosse Mehrheit der 9372 Zuschauer in der zum 101. Mal in Serie ausverkauften Arena zum Kochen.
Vierte Finalissima in fünf Jahren
Damit kommt es zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren zu einer Finalissima um den Meistertitel - zuletzt gewann dreimal hintereinander das Heimteam. Prognosen sind in dieser dramatischen Finalserie mit nun schon drei Verlängerungen in sechs Partien aber sowieso meist Makulatur.
Rönnbergs wichtiges Timeout
Fribourg startete besser in die Partie als in den beiden ersten Heimspielen. Erstmals gingen die "Drachen2 in Führung - und es war wieder einmal Vereinsikone Julien Sprunger, der für den guten Auftakt sorgte. In der 8. Minute bezwang der Captain HCD-Goalie Sandro Aeschlimann mit einem Hammer aus kurzer Distanz. Der 40-Jährige traf im Powerplay, begünstigt durch einen Fehlpass von Rasmus Asplund. Ansonsten war das Freiburger Überzahlspiel einmal mehr schwach.
Das zweite Drittel gehörte wie am vergangenen Sonntag in Davos fast komplett den Bündnern, diesmal jedoch ohne zählbares Ergebnis. Zwar setzten die Freiburger ein paar vereinzelte Nadelstiche, doch mehrheitlich sahen sie sich in der eigenen Abwehr eingeschnürt und kamen minutenlang nicht über die Mittellinie. In der 28. Minute reagierte Coach Roger Rönnberg mit einem Timeout, bei dem vor allem Sprunger auf seine Teamkollegen einredete. Es nützte zumindest einigermassen. Auch dank eines überragenden Reto Berra rettete Fribourg den Minivorsprung ins letzte Drittel.
Telegramm:
Fribourg-Gottéron - Davos 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Borga/Kaukokari; Altmann/Duc. - Tore: 8. Sprunger (Ausschluss Ryfors) 1:0. 57. Knak 1:1. 64. Gerber (Kapla, Wallmark) 2:1. - Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Ryfors, Tambellini; Waidacher, Asplund, Zadina; Stransky, Corvi, Kessler; Knak, Egli, Parrée; Aebli.
Bemerkungen: Fribourg ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Arola, Ljunggren, Rau und Rattie (überzählige Ausländer), Davos ohne Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Lemieux, Claesson, und Taponen (überzählige Ausländer). 28. Timeout Fribourg.

















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