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Glencore fördert im Startquartal mehr Kupfer, aber weniger Zink
Glencore hat im ersten Quartal 2026 deutlich mehr Kupfer gefördert als im Vorjahr. Bei den anderen Metallen und auch bei der Kohle ergaben sich indes mehrheitlich tiefere Fördermengen. Die Produktionsziele für das Gesamtjahr bleiben unverändert.
Von Januar bis März förderte Glencore 199'600 Tonnen Kupfer, wie aus dem am Donnerstag publizierten Produktionsbericht hervorgeht. Das sind immerhin 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Beim mengenmässig zweitwichtigsten Metall Zink ergab sich hingegen ein Rückgang der Produktion um 17 Prozent auf 176,900 Tonnen. Tiefer als im Vorjahresquartal fiel auch die Produktion beim für Batterien wichtigen Kobalt, bei Blei, Nickel und Gold aus. Dafür produzierte Glencore mehr Silber als im Vorjahr.
Bei der Energiekohle waren es mit 22,9 Millionen Tonnen (-2%) unwesentlich weniger als vor einem Jahr, bei der für die Stahlproduktion wichtigen Kokskohle lag die Produktion mit 6,5 Millionen Tonnen mehr als 20 Prozent unter dem Vorjahr.
Der Konflikt im Nahen Osten habe zwar zu zahlreichen Verschiebungen geführt, vor allem mit Blick auf Erdöl, raffinierte Produkte und Schwefelsäure, die Versorgung der Anlagen mit Brennstoffen sei aber jederzeit gewährleistet gewesen, lässt sich in der Mitteilung CEO Gary Nagel zitieren. Die starke Position bei den Metallen Kupfer, Zink und Nickel verschaffe dem Unternehmen zudem eine "Netto-Long-Position" bei der Schwefelsäure.
Nahostkonflikt schlägt zuletzt durch
Die Folgen des Krieges hätten im ersten Quartal noch keine grossen Auswirkungen auf das Geschäft von Glencore gehabt, heisst es weiter. Zuletzt seien die Einflüsse aber stärker geworden, was sich vor allem in höheren Inputkosten - insbesondere für Diesel und Schwefel - sowie einem grundsätzlich schwächeren US-Dollar niedergeschlagen habe.
Mit Blick auf den operativen Gewinn zeigt sich der Rohstoffkonzern für das Gesamtjahr dennoch zuversichtlich. Nagel geht davon aus, dass Glencore dank der höheren Preise insbesondere für Kupfer, Zink und Energiekohle die negativen Effekte mehr als auffangen kann. Dies würde auf eine Verbesserung der Margen hinauslaufen.
Werde die Performance des ersten Quartals auf das Gesamtjahr extrapoliert, dürfte es im Gesamtjahr "komfortabel" dafür reichen, die angestrebte Bandbreite für den bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 2,3 bis 3,5 Milliarden Dollar zu übertreffen.
Die im vergangenen Dezember formulierten Produktionsziele für 2026 werden bestätigt. Demnach erwartet Glencore eine Jahresproduktion von Kupfer im Bereich von 810'000 bis 870'000 Tonnen, eine Zinkproduktion von 700'000 bis 740'000 Tonnen sowie eine Menge an Energiekohle zwischen 95 und 100 Millionen Tonnen.

















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