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Keystone-SDA | Donnerstag, 26. März 2026

Gotthard-Tunnel wegen Schneefall gesperrt

Der Winter ist zurück: Neuschnee hat am Donnerstag zu etlichen Verkehrsunfällen geführt und einen grossflächigen Stromausfall verursacht. Am Abend musste gar der Gotthard-Tunnel wegen Schneefalls gesperrt werden. Frühlingshaft warm wird es dafür an Ostern.

Im Berner Diemtigtal waren am Donnerstagmorgen über tausend Anschlüsse von einem grossflächigen Stromausfall betroffen, wie ein Sprecher der BKW zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Der Strom fiel demnach ab 5.52 Uhr aus. Diemtigen im Berner Oberland war nach rund zwei Stunden zwar wieder am Netz, die Haushalte in den anderen Gemeinden im Tal mussten sich aber länger gedulden. Ab 10.30 Uhr schliesslich wurden sämtliche Kundinnen und Kunden im Diemtigtal wieder mit Strom versorgt. Die Panne dürfte laut dem Sprecher mit der Schnee- und Eislast zusammenhängen. In der Nacht hatte es kräftig geschneit.

Gotthard-Tunnel gesperrt

Dicke Schneeflocken zogen gegen Abend auch über die Innerschweiz. Im Kanton Uri musste deshalb der Gotthard-Tunnel gegen 19 Uhr gesperrt werden, wie es auf der Webseite des TCS hiess.

Es bildete sich folglich Stau. Der Schwerverkehr wurde wegen der Niederschläge auf der A2 zwischen Wassen und Göschenen angehalten. Die Auswirkungen waren denn auch vor dem Südportal zu spüren. Zwischen Quinto und Airolo standen die Fahrzeuge am Donnerstagabend auf einer Länge von zwei Kilometern.

Rutschige Strassen in der Ostschweiz

Die St. Galler Polizei meldete wegen winterlicher Strassen rund ein Dutzend Unfälle, die Hälfte von ihnen auf Autobahnen. Verletzt wurde allerdings niemand. Es handelte sich zumeist um Auffahrunfälle oder Wegrutschen von der Fahrbahn. Dasselbe galt für mehrere Unfälle in Appenzell Ausserrhoden - auch dort ohne Verletzte.

Über Graubünden zogen am Donnerstagvormittag Schneestürme, wie eine Reporterin von Keystone-SDA beobachtete. Und die Lawinengefahr bleibt über dem Alpenkamm vom Wallis im Südwesten über die Innerschweiz bis zum Walensee und ins Appenzellerland gross, wie auf der Webseite des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung am Donnerstag zu lesen war.

Ansonsten rieselte im Laufe des Tages immer wieder leise und fein der Schnee über den Städten im Mittelland, verschwand dann aber auch wieder. Der Nachmittag war mit verbreitet rund 5 Grad schlicht zu warm. Immerhin versprach Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, am Donnerstagnachmittag für den Alpennordhang oberhalb von 600 Metern 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal seien sogar bis zu 40 Zentimeter möglich.

Wieder wärmer werden sollte es nächste Woche. Am Ostersonntag sind im Mittelland gemäss mehreren Wetterdiensten 16 Grad oder mehr zu erwarten. Die Behörden im Tessin haben schon an diesem Donnerstag absolutes Verbot von Feuer im Freien erlassen - dies aufgrund des Zustands der Waldvegetation und des Bodens sowie der anhaltenden Trockenheit.

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