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Spaniens Super-Joker Merino sticht wieder
Der Halbfinal-Gegner von Frankreich an der Fussball-WM heisst Spanien. Die Iberer gewinnen im Viertelfinal gegen Belgien mit 2:1.
Spanien hatte wie erwartet mehr Spielanteile und auch deutlich mehr Abschlüsse. Dennoch mussten die Spanier bis zum Schluss um den Sieg kämpfen. Das entscheidende 2:1 fiel in der 88. Minute. Verantwortlich dafür war der eingewechselte Stürmer Mikel Merino. Dem Tor war eine ungenügende Abwehr des belgischen Keepers Senne Lammens nach einem Weitschuss von Pedri vorausgegangen. Lammens hatte in der 71. Minute den verletzt ausgeschiedenen Stammtorhüter Thibaut Courtois ersetzt. Der bei Arsenal tätige Merino war bereits im Achtelfinal gegen Portugal (1:0) als Joker erfolgreich gewesen - damals in der 91. Minute.
Nach einem gemächlichen Beginn übernahmen die Spanier das Zepter und gingen in der 30. Minute verdient in Führung. Nach einer flachen Hereingabe von Pedro Porro in den Strafraum scheiterte Dani Olmo zunächst aus guter Position an Courtois. Fabian Ruiz stand jedoch goldrichtig und liess sich die Chance nicht entgehen.
Die Reaktion Belgiens liess allerdings nicht lange auf sich warten. In der 41. Minute glich Charles De Ketelaere nach einer Flanke von Timothy Castagne per Kopf aus. Dabei setzte er sich gegen Verteidiger Pau Cubarsi durch. Für den spanischen Goalie Unai Simon endete damit eine 650 Minuten andauernde Ungeschlagenheit bei Weltmeisterschaften - eine Serie, die ihresgleichen sucht.
Die Spanier stehen erst zum zweiten Mal bei einer Weltmeisterschaft im Halbfinal; 2010 holten sie anschliessend den Titel. Nun wartet das bisher überzeugende Frankreich, das am Donnerstag im Viertelfinal gegen Marokko ungefährdet mit 2:0 gewann.
Belgien verpasste derweil den dritten Halbfinal-Einzug nach 1986 und 2018, als jeweils der 3. Platz herausschaute. Trainer Rui Costa musste kurzfristig den Ausfall von Youri Tielemanns verkraften. Der 29-jährige Mittelfeldspieler von Aston Villa hatte sein Team im Sechzehntelfinal gegen den Senegal (3:2 n.V.) mit zwei Toren nach dem 1:2 im Turnier gehalten. Zuvor war mit Amadou Onana schon ein weiterer wichtiger Spieler bei Belgien ausgefallen. All dies wog gegen die starken Spanier zu schwer.
Telegramm:
Spanien - Belgien 2:1 (1:1)
Inglewood. - 70'492 Zuschauer. - SR Oliver. - Tore: 30. Fabian Ruiz 1:0. 41. De Ketelaere (Castagne) 1:1. 88. Mikel Merino 2:1.
Spanien: Unai Simon; Pedro Porro, Pau Cubarsi, Aymeric Laporte, Marc Cucurella; Rodri, Fabian Ruiz (55. Pedri); Lamine Yamal, Dani Olmo (86. Mikel Merino), Alex Baena (55. Ferran Torres); Mikel Oyarzabal (79. Nico Williams).
Belgien: Courtois (71. Lammens); Castagne, Ngoy, Mechele, De Cuyper (61. Seys); Vanaken (60. Lukaku), Raskin; Trossard (60. Witsel), De Bruyne (86. Saelemaekers), Doku; De Ketelaere.
Bemerkungen: Verwarnungen: 43. Pau Cubarsi. 85. De Bruyne. 93. Aymeric Laporte. 95. Witsel.

















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