Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Grosse Anteilnahme aus der Welt des Sports zu Brandkatastrophe
Die Anteilnahme aus der Sportwelt zur verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana ist gross. Weitere Reaktionen nebst der Verschiebung der für Sonntag geplanten Swiss Sports Awards.
Ein Fussball-Klub ist von der Tragödie direkt betroffen. In Lutry herrscht Trauer und Ungewissheit, wie "Blick" berichtet. Mehrere junge Spieler galten am frühen Freitagmorgen weiterhin als vermisst. Die Nachwuchs-Equipe unternahm einen Team-Ausflug in den Walliser Nobelort. Nach Informationen der Zeitung befanden sich mehrere Mitglieder der Junioren-B-Mannschaft im Alter von 16 bis 18 Jahren im Innern der Bar. "Unser Klub und unser Dorf sind von diesem Drama schwer betroffen", sagte ein Vertreter des Sportvereins.
Gemäss der Website des italienischen Golfverbandes befindet sich mit Emanuele Galeppini ein 16-jähriger Nachwuchssportler unter den Todesopfern.
Unter den Verletzten ist auch ein Nachwuchsspieler des französischen Fussball-Erstligisten FC Metz, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Nach Angaben des Klubs wurde der 19 Jahre alte Tahirys Dos Santos mit schweren Verbrennungen per Helikopter nach Deutschland geflogen, wo er derzeit behandelt wird.
Das IOC mit Hauptsitz in Lausanne setzte die Fahnen auf Halbmast. "Wir möchten dem Land, das uns beherbergt, unsere Solidarität bekunden und uns der grossen Betroffenheit anschliessen, die das Schweizer Volk nach Bekanntwerden dieser furchtbaren Nachricht empfindet", verkündete die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry per Communiqué. "Als Zeichen des Respekts wird die olympische Flagge beim Olympischen Museum und im Olympischen Haus auf Halbmast gesetzt."
Camille Rast, die am Samstag und Sonntag im slowenischen Kranjska Gora einen Riesenslalom und einen Slalom bestreitet, drückte ihre Trauer in einer Instagram-Story aus. Auf einem schwarzen Hintergrund postete sie Emojis mit betenden Händen und einer Kerze. Die Slalom-Weltmeisterin ist in Vétroz unweit von Crans-Montana geboren. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es zuhause gerade ist. Ich werde in den Rennen am Wochenende mein Bestes geben, aber in Gedanken bin ich bei den Leuten zuhause", sagte sie im Interview mit SRF.
Didier Défago, CEO der Ski-WM 2027 in Crans-Montana, konnte und wollte an Neujahr gegenüber Keystone-SDA nicht kommentieren, welchen Einfluss die Tragödie auf die Weltcuprennen Ende Januar/Anfang Februar haben würde. Der Abfahrts-Olympiasieger wie auch Swiss-Ski per Communiqué betonten am Donnerstag, dass "die Gedanken bei den Todesopfern, den Verletzten, ihren Familien, Freundinnen und Freunden sind. Den Angehörigen der Verstorbenen entbieten wir unser tiefstes Beileid."
Crans-Montana und Swiss-Ski sind seit Jahrzehnten partner- und freundschaftlich verbunden, wie der Verband festhält. "Unsere Gedanken sind deshalb bei allen Menschen, die in Crans-Montana leben, sich dem Ort und den dortigen Skirennen verbunden fühlen. In diesen schweren Stunden sind wir in der Trauer, aber auch in der Hoffnung auf Genesung der zahlreichen verletzten Menschen vereint."
Vor allen Spielen der National League wurde am Freitag eine Schweigeminute in Gedanken an die Opfer der Tragödie von Crans-Montana sowie deren Angehörigen durchgeführt.
















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar