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Keystone-SDA | Donnerstag, 11. Juni 2026

Grossteil des Buspersonals leidet an gesundheitlichen Problemen

Ein Grossteil der Busfahrerinnen und Busfahrer leidet an gesundheitlichen Problemen. Zu den wachsenden Belastungsfaktoren für das Personal gehören unter anderem auch Sparmassnahmen, Personalmangel und schlechte Planung, wie eine Studie darlegt.

Mehr als die Hälfte der Befragten leidet unter Gelenkschmerzen, wie die Trapheac-Studie des Universitären Zentrums für Allgemeinmedizin und öffentliche Gesundheit in Lausanne feststellt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Delegiertenversammlung der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) am Donnerstag in Lausanne vorgestellt.

Gleichzeitig bestehe ein erhöhtes Risiko für Stress und Burnout. Häufige Nacht- und Frühschichten, lange Arbeitstage von mehr als zehn Stunden sowie wiederholte Übergriffe einzelner Fahrgäste hätten nachweislich negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, so die Studie.

Die Ergebnisse zeigen weiter, dass tägliche Angst vor Unfällen und konfliktreichen Situationen zu den stärksten Auslösern für Erschöpfung gehört. Gleichzeitig würden ausreichende Ruhezeiten und geeignete Pausenräume das Stressniveau messbar senken.

Nicht nur die Gesundheit des Buspersonals sei gefährdet, sondern auch das Wohlbefinden des Personals der Bahnunternehmen. Personalmangel und Spardruck haben auch hier spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit, wie es weiter hiess.

Die Zunahme der gesundheitlichen Probleme führe zu mehr Absenzen. Nicht nur die Unternehmen müssten handeln, sondern auch die Politik müsse sich bewusst werden, dass jede Sparmassnahme eine Zusatzbelastung für das Personal bedeute, liess sich SEV-Präsident Matthias Hartwich in einer Medienmitteilung zitieren.

An der Versammlung beschlossen die Delegierten des SEV, die Gesundheit des Verkehrspersonals in den Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Arbeit zu stellen und auf dieser Grundlage eine Gewerkschaftskampagne zu starten.

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