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Grotesk, lustvoll, barock: Der Autor Gerold Späth ist gestorben
Nur zwei Tage vor seinem 87. Geburtstag ist der Schweizer Autor Gerold Späth gestorben. In den 1970-er und 1980-er Jahren galt er als eine der markantesten Stimmen der Deutschschweizer Literatur.
"Mit Gerold Späth verlieren wir einen grossen Erzähler" schrieb der Lenos Verlag am Donnerstag zum Tod des Autors, den die Familie dem Verlag mitgeteilt hatte. Gestorben ist Späth am 14. Oktober.
Bereits mit seinem Debüt "Unschlecht" legte Späth 1970 ein literarisches Glanzstück vor. Er stellte sich als Autor vor, dessen Bücher "von barocker Fülle, Sprachlust, derber Komik und abgründiger Melancholie" geprägt sind. So formulierte es der Lenos Verlag.
Gerold Späth wurde 1939 in eine Orgelbauerdynastie in Rapperswil am oberen Zürichsee geboren. In seinen Werken prangerte er die Enge, die Selbstgerechtigkeit und die Doppelmoral der heilen Schweizer Welt an. Einen neuen Rabelais, modernen Grimmelshausen oder Schweizer Boccaccio hat man ihn genannt.

















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