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Keystone-SDA | Freitag, 03. Juli 2026

Ägypten eliminiert Australien im Penaltyschiessen

Ägypten steht zum ersten Mal seit 92 Jahren wieder in einem WM-Achtelfinal. Die Mannschaft um Captain Mohamed Salah gewinnt in Dallas gegen Australien 4:2 im Penaltyschiessen.

Der verschossene erste Penalty von Australiens Captain Harry Souttar und der Schuss an die Latte des 18-jährigen Lucas Herrington entschieden die Partie in Dallas zugunsten der vor allem in der Verlängerung drückenderen, aber selten zwingenden Ägypter. Die ägyptischen Schützen trafen allesamt, den dritten Versuch verwandelte Mohamed Salah mit einem "Panenka".

Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1. Das frühe 1:0 durch Emam Ashour (13. Minute) hatte Australien in der 55. Minute mit Unterstützung von Mohamed Hany ausgleichen können. Dem ägyptischen Verteidiger, der schon beim Auftakt gegen Belgien (1:1) einen Ball ins eigene Tor gelenkt hatte, unterlief als erstem Spieler in der WM-Historie ein zweites Eigentor während einer Endrunde.

Am Ursprung des ägyptischen Führungstreffers stand ein Freistoss von Salah, dessen Startelf-Einsatz wegen einer Oberschenkelblessur fraglich war und der bis auf einen harmlosen Schuss in der Nachspielzeit, eine vergebene Chance zu Beginn der Verlängerung und den erfolgreichen Chip im Penaltyschiessen unauffällig blieb. Acht Minuten vor dem 1:0 setzte der Australier Cristian Volpato einen Weitschuss an die Lattenoberkante, ansonsten geizte die Partie mit Torszenen.

Ägypten steht damit vor seinem zweiten WM-Achtelfinal nach 1934. Damals war die klar verlorene Partie gegen Ungarn der erste und einzige Einsatz der Ägypter an der aus 16 Teams bestehenden Endrunde in Frankreich. Der Gegner diesmal dürfte Argentinien heissen. Der Weltmeister trat in der Nacht auf Samstag als haushoher Favorit gegen Kap Verde an.

Wie Ägypten hatte sich am Freitag in Dallas auch Australien den ersten Sieg in einem K.o.-Spiel einer WM-Endrunde vorgenommen. Der Matchplan der Socceroos, der wie in den Gruppenspielen auf einer soliden Defensive beruhte, wurde durch den frühen Treffer jedoch durchkreuzt. Dass eine Verletzung von Jordan Bos den Engpass auf den Aussenbahnen in der ersten Halbzeit weiter zuspitzte, erschwerte die Bemühungen zusätzlich.

Allzu viel hatte die Elf von Trainer Tony Popovic, die in der Gruppenphase nur zwei Tore schoss, aber auch nur zwei Gegentore kassierte, nach dem Rückstand nicht zu bieten. Erst eine Standardsituation, der Freistoss von Aiden O’Neill, den Hany mit dem Kopf ins eigene Tor beförderte, brach den Bann.

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