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Keystone-SDA | Freitag, 15. Mai 2026

Hohe Verschleppungsgefahr bei ansteckender Schweineseuche

Die Verschleppungsgefahr der Afrikanischen Schweinepest in die Schweiz ist gemäss Bund gross. Nachdem die Fallzahlen bei Hausschweinen in Europa seit Jahren rückläufig waren, kam es im April in Italien erstmals wieder zu einem Ausbruch.

Insbesondere in Regionen mit von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) befallenen Wildschweinebeständen sei eine Übertragung auf Hausschweine "jederzeit möglich", schrieb das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im aktuellen Bulletin zur Tierseuchenlage im Ausland und der Schweiz.

Das BLV rät deshalb dringend davon ab, Schweine- oder Wildschweinefleisch aus betroffenen Gebieten in die Schweiz zu importieren. Nach Jagdreisen in diese Regionen müssten vor dem Grenzübertritt Schuhwerk, Kleidung, Geräte und Fahrzeuge sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden.

In seiner Gefahrenanalyse beurteilte der Bund das Risiko, dass Menschen das ASP-Virus in die Schweiz einschleppen, als hoch. Dieses sei in der Umwelt sehr widerstandsfähig und bleibe in Blut, Fleischprodukten und Kadavern über lange Zeit hinweg ansteckend.

Halterinnen und Halter, die bei ihren Schweinen unklare Symptome beobachten, sollten sich laut BLV unverzüglich an ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt wenden.

Im Rahmen eines nationalen Früherkennungsprogramms werden tot aufgefundene Wildschweine und Abschüsse kranker Tiere untersucht. Von den 25 untersuchten Wildschweinen waren bisher alle negativ.

Rückschlag in Deutschland

In Europa liegen die ASP-Fälle bei Wildschweinen weiterhin auf hohem Niveau. Es müsse zudem mit Nachmeldungen gerechnet werden, so das BLV. Die erneuten Nachweise in Sachsen stellen gemäss dem Bund einen "Rückschlag in der Bekämpfung dar".

Erst im Februar noch hatte es geheissen, die Afrikanische Schweinepest sei "erfolgreich getilgt" worden, nachdem es während eines Jahres keinen einzigen Nachweis gegeben hatte. Mit dem erneuten Ausbruch wurde im April nun darüber informiert, dass neue Sperrzonen errichtet worden waren.

Auch in Spanien haben sich die Nachweise in der jüngsten Vergangenheit leicht erhöht. Die Restriktionszone soll daher erweitert werden.

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