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Holdener rutscht vom Podest, Shiffrin dominiert weiter
Wendy Holdener verpasst den ersten Podestplatz der Olympiasaison im dritten Slalom knapp. Die Schwyzerin wird in Copper Mountain Vierte.
Holdener lag nach dem ersten Lauf an zweiter Stelle und musste in der Entscheidung die Deutsche Lena Dürr und die Albanerin Lara Colturi noch an sich vorbei lassen. Zum ersten Podestplatz der Saison fehlten der 32-Jährigen in der Höhenluft auf über 3000 m ü. M. 14 Hundertstel.
An der Spitze war der Abstand wiederum beträchtlich, denn auch der dritte Slalom des Olympiawinters wurde zur sicheren Beute von Mikaela Shiffrin. Mit 1,57 Sekunden Vorsprung triumphierte die 30-jährige Amerikanerin vor ihrem Heimpublikum ähnlich überlegen wie schon in Levi (1,66 s) und Gurgl (1,23 s), wo ihr jeweils die elf Jahre jüngere Colturi am nächsten gekommen war. 25 Autominuten von ihrem Wohnort Vail entfernt feierte Shiffrin damit ihren 104. Weltcupsieg - den 67. im Slalom.
Holdeners gutes Gefühl, Shiffrins Rückbesinnung
Im ersten Lauf war die mit Startnummer 1 in Rennen gegangene Holdener hoch über Copper Mountain noch "Best of the rest". Als einzige hielt sie den Rückstand auf Shiffrin im ersten Lauf mit 28 Hundertsteln in Grenzen, ihr Polster nach hinten betrug gut vier Zehntel. Im zweiten Lauf schlichen sich dann von Beginn weg einige Unsauberkeiten ein. "Ich bin schon ein wenig genervt und traurig", sagte Holdener nach ihrer missratenen zweiten Fahrt im SRF-Interview. "Ich wollte den Sieg, aber ich kam nicht richtig ins Fahren. Vielleicht wollte ich oben zu viel."
Die zwei 4. Plätze in Gurgl und Copper Mountain dürften Holdener dennoch ein gutes Gefühl für den weiteren Saisonverlauf geben. Bei Shiffrin zahlt sich die Rückbesinnung auf die technischen Disziplinen zu Beginn des Olympiawinters bislang maximal aus: Derweil die letztjährige Disziplinensiegerin Zrinka Ljutic im ersten Lauf ausschied, gelang Shiffrin zum vierten Mal in ihrer Karriere das Kunststück, die ersten drei Slaloms des Winters zu gewinnen. Zudem klassierte sich die Rekordfrau bei der Riesenslalom-Ouvertüre in Sölden mit der Startnummer 20 im 4. Rang.
Sieben Schweizerinnen im zweiten Lauf – Good punktet
Camille Rast musste sich am Tag nach dem überzeugenden 5. Platz im Riesenslalom und eine Woche nach dem Podestplatz in Gurgl mit Rang 10 begnügen. Weiter hinten überzeugten die Schweizerinnen mit ihrer Breite. Sieben Athletinnen von Swiss-Ski schafften es in den zweiten Durchgang. Aline Danioth und Mélanie Meillard belegten nach ansprechenden zweiten Läufen die Plätze 16 und 17, Eliane Christen wurde nach einem starken ersten Lauf (13.) und sechs eingebüssten Positionen Neunzehnte. Nicole Good und Anuk Brändli holten mit den Rängen 21 und 27 wertvolle Punkte.
Im Weltcup der Frauen geht es am kommenden Wochenende mit zwei Riesenslaloms im kanadischen Tremblant weiter. Der nächste Slalom steht am 16. Dezember in Courchevel auf dem Programm.


















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