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Keystone-SDA | Dienstag, 12. Mai 2026

Iran: USA wollen vollständige Kapitulation Irans

Mit Blick auf die Ungewissheit über die Zukunft des Iran-Kriegs kritisiert Teheran die Verhandlungsstrategie der Vereinigten Staaten. Die USA strebten keine echten Verhandlungen an, sondern die vollständige Kapitulation Irans, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna Aussenamtssprecher Ismail Baghai. In einem Interview mit dem indischen Magazin "India Today Global" sagte der Sprecher demnach, statt einer Geben- und Nehmen-Diplomatie verfolgten die USA mit ihren Forderungen die Unterordnung seines Landes.

Den USA gehe es nicht um eine friedliche Lösung, sondern um ein Kapitulationsdokument, schrieb auch der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi auf X. Der Standpunkt Irans sei eindeutig: Man wolle eine Beendigung der Kampfhandlungen, keine Wiederaufnahme des Konflikts, Entschädigungen, ein Ende der Blockade, Aufhebung von Sanktionen sowie die Achtung internationaler Rechte des Iran.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag die seit fast fünf Wochen dauernde Waffenruhe öffentlich infrage gestellt. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" aus Teheran zur Beendigung des Krieges. Er nahm dabei Bezug auf ein Verhandlungsdokument, das die iranische Seite übermittelt hatte.

Aus Parlamentskreisen in Teheran hiess es am Dienstag, dass die iranische Regierung ein Wiederaufflammen der Kampfhandlungen für wahrscheinlich halte. Eine gut informierte Quelle sagte, es gebe keine Entwicklungen mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington.

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