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Keystone-SDA | Dienstag, 12. Mai 2026

Jermak beteuert Unschuld - Ermittler legen nach

Der frühere ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak hat über einen Anwalt den Vorwurf der Geldwäsche zurückweisen lassen.

"Ich kann sagen, dass der Vorwurf der Geldwäsche meiner Meinung nach unbegründet ist, denn man muss wohl kein professioneller Jurist sein, um sich zu fragen: Wessen Geld hätte Jermak bei irgendeinem Bauprojekt waschen sollen?", sagte Rechtsanwalt Ihor Fomin dem öffentlichen Rundfunksender Suspilne.

Fomin sprach von öffentlichem Druck auf die Anti-Korruptionsbehörden der Ukraine, ein Strafverfahren gegen den früher engsten Mitarbeiter von Präsident Wolodymyr Selenskyj zustande zu bringen. Jermak hatte im November seinen Hut nehmen müssen, als die Behörden einen Ring mutmasslich korrupter Politiker und Geschäftsleute im Umfeld Selenskyjs aufdeckten.

Luxusbauprojekt ausserhalb von Kiew

Am Montagabend teilten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) mit, sie stuften Jermak als Verdächtigen ein. Dem Vorwurf nach habe er zu einer organisierten Gruppe gehört, die für ein Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew umgerechnet etwa acht Millionen Franken gewaschen habe.

Es gehe um sechs Personen, darunter einen früheren stellvertretenden Ministerpräsidenten, ergänzte das NABU am Dienstag ohne Nennung von Namen. Für 14.00 Uhr Kiewer Zeit (13.00 Uhr MESZ) wurde eine Pressekonferenz angekündigt.

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