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Keystone-SDA | Mittwoch, 25. März 2026

Islamwissenschaftler Ramadan wegen Vergewaltigung verurteilt

Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan ist vom Pariser Strafgericht wegen Vergewaltigung von drei Frauen zu 18 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht urteilte am Mittwoch in Abwesenheit und unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der 63-Jährige mit ägyptischen Wurzeln wurde wegen Vergewaltigung und Vergewaltigung einer schutzbedürftigen Person für schuldig befunden. "Einwilligung in sexuelle Handlungen bedeutet nicht, dass man jeder sexuellen Handlung, egal welcher Art, zustimmt", betonte die Vorsitzende Richterin Corinne Goetzmann.

Sie ordnete an, dass Ramadan acht Jahre lang unter gerichtliche Aufsicht gestellt wird, wobei ihm insbesondere untersagt wird, Kontakt zu den Opfern aufzunehmen, aber auch, Werke, audiovisuelle Beiträge oder öffentliche Äusserungen zu verbreiten, die sich auf diese Straftat beziehen. Zudem verhängte die Richterin gegen Ramadan ein endgültiges Einreiseverbot für Frankreich nach Verbüssung seiner Strafe.

Tariq Ramadan, ein in Genf geborener Enkel von Hassan al-Banna, dem Begründer der ägyptischen Muslimbrüder, der bereits von der Schweizer Justiz wegen Vergewaltigung einer Frau verurteilt worden war, stand seit dem 2. März in Paris wegen Vergewaltigungen vor Gericht, die zwischen 2009 und 2016 an drei weiteren Frauen begangen worden sein sollen.

Dabei handelt es sich um eine schwere Vergewaltigung mit Gewaltanwendung an einer schutzbedürftigen Person, begangen in Lyon im Oktober 2009, eine Vergewaltigung, die sich 2012 in Paris ereignet haben soll, an einer ehemaligen Salafistin, die zur säkularen Aktivistin wurde und den Fall ins Rollen brachte, indem sie im Oktober 2017 Anzeige erstattete, sowie eine weitere an einer dritten Frau aus dem Jahr 2016.

Vergewaltigung auch in der Schweiz

Aber der Islamwissenschaftler war zuvor auch schon in der Schweiz wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilt worden. Im Sommer 2025 wies das Bundesgericht einen Rekurs Ramadans gegen das Urteil des Genfer Kantonsgerichts ab.

Die Richter waren zum Schluss gekommen, dass Ramadan der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung einer Frau schuldig sei, mit der er im Oktober 2008 in einem Genfer Hotel zusammengekommen war. Sie verurteilten Ramadan zu drei Jahren Gefängnis, davon eines auf Bewährung.

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