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Keystone-SDA | Mittwoch, 01. Juli 2026

Jäger sollen 2026 in Graubünden 4616 Hirsche erlegen

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei (AJF) hat die Abschussplanung 2026 publiziert. Es sollen leicht weniger Hirsche als noch im Vorjahr erlegt werden. In den vergangenen Jahren wurde der Hirschbestand im Kanton bewusst spürbar gesenkt.

Der Grund für die Senkung der Hirschbestände ist die Strategie Lebensraum Wald-Wild 2021. Dort wurde die Reduktion der sogenannten Schalenwildbestände als wichtige Massnahme definiert. Dies, weil zu viel Schalenwild die Verjüngung des Waldes behindern kann.

Der Hirschbestand wurde deshalb seit 2020 um 17 Prozent oder 2805 Hirsche reduziert. So auch bei der Jagd 2025. Die Schätzung der Frühlingsbestände 2026 zeige, dass die Jägerschaft ihren Auftrag im vergangenen Jahr zur Reduktion des Hirschbestands erfüllt habe, und dies trotz eines sehr milden Winters, heisst es in einer AJF-Mitteilung vom Mittwoch.

Mit 13'485 Hirschen wird der Bestand vom AJF um 100 Tiere tiefer eingeschätzt als im Vorjahr. "Trotz des milden Winters mit wenig Fallwild konnte der kantonale Hirschbestand im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht reduziert werden. Das ist ein Erfolg und eine grossartige Leistung der Jägerschaft", lässt sich Adrian Arquint, Co-Amtsleiter des AJF, in der Mitteilung zitieren.

Reduktionsziele in mehreren Regionen erreicht

"In 19 der 21 Hirschregionen entspricht die Entwicklung des Hirschbestands der Zielsetzung der Strategie Lebensraum Wald-Wild 2021, wobei der Zielbestand aber noch nicht überall erreicht ist", so Arquint. In mehreren Regionen sei die angestrebte Reduktion erreicht und die Bestände können auf dem aktuellen Niveau stabilisiert werden.

Auf der diesjährigen Jagd sollen gemäss kantonalem Abschussplan 4616 Hirsche erlegt werden - im Vorjahr sah der Plan 4835 Hirsche vor. 2514 weibliche Tiere sollen geschossen werden.

Die Bejagung von Gämsen und Rehen erfolgt in den meisten Regionen im Rahmen der Vorjahre. "Zur nachhaltigen Verjüngung der Wälder ist es in vielen Regionen sehr wichtig, dass die Jägerinnen und Jäger auch Rehgeissen und Gämsen im Wald intensiv bejagen", teilt das AJF mit.

Abschusspläne dienen etwa dazu, eine nachhaltige und natürliche Verjüngung des Waldes zu ermöglichen. Es fliessen zahlreiche Faktoren in die Erstellung einer Abschussplanung mit ein. So werden beispielsweise beim Hirsch für 21 unterteilte Regionen in Graubünden Abschusspläne kommuniziert, um der regional unterschiedlichen Situation gerecht zu werden.

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