Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Kanada und Finnland erste Halbfinalisten
Die ersten beiden Halbfinalisten an der Eishockey-WM in Zürich und Freiburg heissen Kanada und Finnland.
Kanada schaltete mit einem 4:0-Sieg den aktuellen Weltmeister und Olympiasieger USA aus. Macklin Celebrini brachte die Kanadier in der Neuauflage des diesjährigen Olympia-Finals in der 19. Minute mit 1:0 in Führung. Das 19-jährige Supertalent, das sein Team als Captain anführt und in der vergangenen NHL-Qualifikation mit 115 Punkten viertbester Skorer war, nutzte den ihm im Powerplay gewährten Raum und reüssierte mit einem Schuss ins Lattenkreuz. Es war für Celebrini das sechste Tor an diesem Turnier.
Vor dem 2:0 (30.) eroberte Mark Scheifele in der eigenen Zone den Puck, bediente Dylan Holloway mit einem herrlichen Pass, und dieser verwertete den selbst provozierten Abpraller. Auch im letzten Drittel waren die Amerikaner zu keiner Reaktion fähig, nicht zuletzt wegen des starken kanadischen Keepers Jet Greaves, der 34 Schüsse parierte. In der 59. Minute trafen Connor Brown und Sidney Crosby innerhalb von 40 Sekunden jeweils ins leere Tor. Für Crosby war es nach neun Assists der erste Treffer an dieser WM. Vor einem Jahr scheiterten die Kanadier im Viertelfinal an Dänemark (1:2), gegen den Erzrivalen traten sie nun deutlich konzentrierter auf.
Finnland dank starker Effizienz
Finnland setzte sich gegen Tschechien 4:1 durch. Die Nordländer präsentierten sich äusserst effizient und benötigten bloss neun Torschüsse, um nach 22 Minuten 3:0 vorne zu liegen. Das 1:0 (8.) erzielte Sakari Manninen auf Pass von Jesse Puljujärvi - beide stehen bei Genève-Servette unter Vertrag. Dem Tor ging ein Puckverlust von Jiri Tichacek voraus. In der Folge waren Anton Lundell nach einem Abpraller (15.) und Konsta Helenius nach einem Konter erfolgreich.
Danach hatten die Finnen die Partie im Griff, bis Puljujärvi und Olli Määttä kurz hintereinander zwei dumme Strafen kassierten. Die Tschechen nutzten doppelte Überzahl: Filip Hronek erzielte nach einem Pass des Zuger Stürmers Dominik Kubalik das 1:3 (31.). Eine Aufholjagd der Osteuropäer blieb aber trotz guter Chancen aus; nach dem 4:1 von Lenni Hämeenaho in der 56. Minute auf Assist von Manninen gab es über den Ausgang der Partie keine Zweifel mehr. In den letzten drei Jahren waren die Finnen jeweils im Viertelfinal gescheitert, nun kämpfen sie wieder um eine Medaille. Tschechien verlor nach dem WM-Titel 2024 zum zweiten Mal in Serie in der ersten K.o.-Runde.
Die anderen beiden Viertelfinals bestreiten um 20.20 Uhr Gastgeber Schweiz und Schweden sowie Norwegen und Lettland.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar