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Kanton Thurgau baut zehn provisorische Haftzellen
Die Thurgauer Regierung hat den Auftrag für zehn provisorische Haftzellen im Kantonalgefängnis in Frauenfeld vergeben. Damit wird auf die auch in anderen Kantonen festgestellte Überbelegung reagiert.
Die Vergabesumme liege bei rund 1,2 Millionen Franken, heisst es in den Regierungsmitteilungen vom Donnerstag. Geplant sind zehn provisorische Haftzellen für die Untersuchungshaft. Sie sollen bis zur Realisierung des kantonalen Polizei- und Gefängniszentrums Thurgau betrieben werden.
Seit Januar 2023 gibt es im Thurgau eine anhaltende Überbelegung bei der Untersuchungs- und Sicherheitshaft des Kantonalgefängnisses. Deshalb musste das "Überbelegungskonzept" aktiviert werden.
Fertigzellen in Massivbauweise
Ursprünglich sei für den Ausbau des Gefängnisses ein Betrag von knapp 5 Millionen Franken eingestellt worden, der wegen der Dringlichkeit auf einem Vorprojekt basiert habe, erklärt der Regierungsrat. Der Grosse Rat habe dann bei der Budgetberatung die Mittel um eine Million Franken auf knapp 4 Millionen Franken reduziert.
Wegen der Sparmassnahmen, der gegebenen Sicherheitsanforderungen sowie der betrieblichen und baulichen Herausforderungen werde nun auf ein System "mit modularen Fertighaftzellen in Massivbauweise" gesetzt. Damit würden die Sicherheitsanforderungen erfüllt und die Bauzeit vor Ort könne möglichst kurz gehalten werden.

















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