/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der neue Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Inland
Keystone-SDA | Donnerstag, 07. Mai 2026

Moderne Gebäude bei Sturm in La Chaux-de-Fonds besonders anfällig

Der Jahrhundertsturm in La Chaux-de-Fonds NE hat nach einer neuen Analyse der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen vor allem Schwächen moderner Gebäude offengelegt. Besonders neuere Wohn- und Bürogebäude wiesen überdurchschnittlich hohe Schäden auf.

Die Autoren der am Donnerstag veröffentlichten Studie sehen Hinweise darauf, dass zeitgenössische Dach- und Fassadenkonstruktionen gegenüber extremen Windereignissen anfälliger sein könnten als ältere Bauweisen.

Innerhalb weniger Minuten traf am 24. Juli 2023 kurz vor Mittag eine Gewitter-Superzelle die Uhrenstadt mit Windspitzen von bis zu 217 km/h. Eine Person in einem Auto wurde von einem umgestürzten Baukran erschlagen, rund 50 Personen wurden verletzt.

Insgesamt wurden laut dem Bericht 2769 Gebäude beschädigt - fast 39 Prozent des gesamten versicherten Gebäudebestands. Die Schadensumme belief sich auf mehr als 130 Millionen Franken. Es war das schwerste Elementarschadenereignis im Kanton Neuenburg seit Beginn der Statistik im Jahr 1930.

Besonders kritisch beurteilt die Analyse der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen (VKG) die Auswirkungen sogenannter Trümmerschläge. Zahlreiche Dachziegel, Bleche und Fassadenteile wurden durch die extremen Böen abgerissen und als gefährliche Geschosse durch dicht bebaute Quartiere geschleudert. Dadurch entstanden Kettenreaktionen: Herumfliegende Gebäudeteile beschädigten weitere Dächer, Fenster und Fassaden teils massiv.

Dachziegel als Geschosse

Die Autoren warnen ausdrücklich vor der Gefahr ungenügend gesicherter Dachziegel. Gerade bei neueren Gebäuden hätten sich Dach- und Fassadenelemente teilweise grossflächig gelöst.

Die VKG empfiehlt deshalb, Dachziegel und andere Bauteile künftig stärker gegen Windsog zu sichern - etwa durch zusätzliche mechanische Befestigungen an exponierten Gebäudeteilen und an Dachrändern. Solche Massnahmen könnten verhindern, dass einzelne Gebäudeteile bei Sturm zu gefährlichen Flugobjekten werden.

Die Untersuchung zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Gebäudetypen. Landwirtschaftsbauten, Garagen und einfache Zweckbauten erwiesen sich vergleichsweise robust.

Dagegen registrierten die Versicherer bei modernen Wohn- und Dienstleistungsgebäuden überdurchschnittliche Schäden. Als mögliche Gründe nennt der Bericht grössere Fassadenflächen, leichtere Konstruktionen sowie empfindlichere Gebäudehüllen.

Neben technischen Schutzmassnahmen empfehlen die Autoren auch Anpassungen bei Bauvorschriften und Raumplanung. Extreme Windereignisse müssten künftig stärker berücksichtigt werden.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.