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Keystone-SDA | Sonntag, 26. Juli 2026

Lando Norris gewinnt wie im Vorjahr in Ungarn

Lando Norris erlöst das Team McLaren. Der Titelhalter gewinnt wie im Vorjahr in Ungarn und sorgt für den ersten Grand-Prix-Sieg in dieser Saison für seinen Arbeitgeber.

Es ist bisher noch nicht das Jahr des Teams McLaren gewesen, jener Equipe, die mit Lando Norris den Titelhalter stellt und in den letzten zwei Saisons den Weltmeister-Titel in der Konstrukteure-Wertung gewonnen hat. Die bisherigen Ergebnisse haben nicht den Ansprüchen genügt. Sieglosigkeit sind sie sich bei den Orangenen seit der im Verlauf des vorletzten Jahres eingeläuteten Rückkehr in den Kreis der Besten nicht mehr gewohnt.

Den Grund für die Stagnation in den vergangenen Wochen hatte die Führung des Teams schnell ausgemacht. Anpassungen an den Autos verfehlten bisher ihre Wirkung. Die Techniker sahen sich mit einer Situation konfrontiert, die sie zuletzt nur noch vom Hörensagen gekannt hatten. Sie waren vom Weg abgekommen, der in jüngster Vergangenheit meist von Erfolg gekrönt war. Es waren Zeiten, in denen neue Teile ohne Verzögerung die erhoffte Leistungssteigerung brachten.

Die erhoffte Kehrtwende

Nun, am elften Grand-Prix-Wochenende der laufenden Saison, dem letzten vor der vier Wochen dauernden Sommerpause, klappte es endlich wieder. Das nach Ungarn mitgebrachte Paket mit den neuesten technischen Errungenschaften, zu denen unter vielen anderen ein modifizierter Unterboden gehörte, brachten die erhoffte Kehrtwende - zumindest für den Abstecher auf diesen besonderen Rundkurs, auf dem die zweittiefste Durchschnittsgeschwindigkeit aller Formel-1-Strecken im gegenwärtigen Kalender erreicht wird. Ob die Wagen mit der Bezeichnung MCL40 auch im weiteren Verlauf dieser Weltmeisterschaft für absolute Spitzenergebnisse taugen, wird sich weisen.

Für Norris stand vorerst die Gegenwart im Vordergrund. Er erlebte zwei Tage, an denen sowohl im Qualifying als auch im Grand Prix für ihn alles wie am Schnürchen lief. Der aus der Pole-Position losgefahrene Norris musste zu Beginn seinem von Startplatz 3 vorgepreschten Teamkollegen Oscar Piastri zwar die Führung überlassen, vermochte den Spiess aber bald wieder umzudrehen. In der Folge kontrollierte der Weltmeister das Geschehen auf dem Hungaroring in der Folge ohne grössere Probleme.

Das Ziel erreichte Norris mit deutlichem Vorsprung vor dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull und Kimi Antonelli im Mercedes. Der Italiener baute als Führender in der WM-Wertung den Abstand auf seinen ersten Verfolger, Lewis Hamilton in Diensten der Scuderia Ferrari, auf 50 Punkte aus.

Der grosse Pechvogel

Der erste Grand-Prix-Sieg in der laufenden Meisterschaft war der insgesamt zwölfte für Norris. Lange sah es danach aus, als ob das Duo des Teams McLaren wie in den beiden Vorjahren in Mogyorod, rund 20 Kilometer nordöstlich von Budapest gelegen, einen Doppelerfolg erringen würde. Doch für Piastri endete das Rennen statt auf dem Podium im Frust. Der Australier musste nach vier Fünfteln der Distanz auf Platz 2 liegend wegen des streikenden Getriebes kapitulieren.

Eine Premiere schaffte Nico Hülkenberg. Der Deutsche sicherte sich dank Platz 9 die ersten zwei WM-Punkte in der laufenden Saison, in der das einstige Team Sauber nunmehr unter dem Namen Audi firmiert. Hülkenbergs brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto, der zuletzt zweimal mit Rang 8 überzeugt hatte, folgte auf Platz 11.

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