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Brendan Lemieux schiesst den HCD in den Final
Der HC Davos steht erstmals seit seinem 31. und bisher letzten Meistertitel 2015 wieder im Playoff-Final. Die Bündner gewinnen Spiel 5 der Halbfinalserie gegen die ZSC Lions 2:1 nach Verlängerung.
Der Qualifikationssieger setzte sich gegen den Meister der letzten zwei Jahre überraschend deutlich mit 4:1 Siegen durch. Allerdings war jede Partie umkämpft, auch die fünfte vom Sonntagabend in Davos. Nach lediglich je einem Tor im Mitteldrittel erlöste Brendan Lemieux nach nur 65 Sekunden der Verlängerung die grosse Mehrheit der 6547 Fans in der ausverkauften Arena im Landwassertal. Der Kanadier stürzte nach einem sehenswerten Solo mit seinem dritten Tor in diesen Playoffs den ZSC ins Verderben.
Für die Zürcher ist es die erste verlorene Playoffserie seit dem Halbfinal vor drei Jahren gegen Biel. Fehlenden Einsatz konnte man den Lions nicht vorwerfen. Sie versuchten viel, hatten ein leichtes optisches Übergewicht, aber die Davoser standen hinten meist sicher. Im ersten Drittel verhinderte noch das Torgehäuse die Eröffnung des Skores. Bereits in der 4. Minute traf Justin Sigrist den Pfosten, auf der anderen Seite waren es Tino Kessler in Unterzahl und Matej Stransky im Powerplay.
Der äusserst aktive Sigrist und der omnipäsente HCD-Captain Stransky waren es denn auch, die im mittleren Abschnitt die Torlampe doch noch aufleuchten liessen. Sigrist traf in der 23. Minute nach einem feinen Pässchen von Nicolas Baechler zum 0:1. Vier Minuten später blieb ein wuchtiger Schuss von Stransky knapp hinter der Torlinie - was nach dem Videostudium auch die Schiedsrichter konstatierten.
Vorwerfen lassen müssen sich die Zürcher aber mit Sicherheit das schwache Überzahlspiel. In zehn Minuten Powerplay schaute wenig Erbauliches heraus, in der 42. Minute hatte man bei einem Lattenschuss von Denis Holenstein auch etwas Pech. Das Fehlen von Sven Andrighetto und auch wieder Jesper Frödén wirkte sich hier deutlich mehr aus als bei Davos die Verletzung von Verteidiger Michael Fora. ZSC-Topskorer Denis Malgin fand auch in einer neuen Linie mit Vinzenz Rohrer und Willy Riedi nicht aus seiner Torflaute.
Als Qualifikationssieger beginnt der Rekordmeister HCD die Finalserie am kommendem Samstag mit einem Heimspiel. Der Gegner wird mit Fribourg-Gottéron der Zweite der Qualifikation sein. Die Freiburger schalteten im anderen Halbfinal mit einem 6:2 am Sonntag Genève-Servette ebenfalls mit 4:1 Siegen aus.
Telegramm:
Davos - ZSC Lions 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
6547 Zuschauer. - SR Dipietro/Stolc (SVK), Urfer/Obwegeser. - Tore: 23. Sigrist (Baechler) 0:1. 27. Stransky (Asplund) 1:1. 62. Lemieux 2:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Stransky; Malgin.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey, Minder; Stransky, Ryfors, Lemieux; Aebli, Asplund, Zadina; Frehner, Waidacher, Kessler; Knak, Egli, Parrée.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Rohrer, Malgin, Riedi; Sigrist, Lammikko, Baechler; Balcers, Grant, Denis Hollenstein; Baltisberger, Sundström, Gruber; Schreiber.
Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Fora, Gredig, Luca Hollenstein, Nussbaumer (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (alle überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader und Frödén (alle verletzt).

















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